TuS womöglich „ohne Vier“ zum Gastspiel in Dresden

Auf die TuS-Mannschaft ist nach der 22:29-Heimniederlage gegen den Handball-Sport-Verein Hamburg eine Menge eingeprasselt. „Das war nicht einfach für das gesamte Team – und dazu gehören auch Nikola Blazicko und ich“, machte Interimstrainer Hans-Georg „Schorse“ Borgmann bei der obligatorischen Pressekonferenz vor dem nächsten Punktspiel am Donnerstagnachmittag in der Geschäftsstelle deutlich. Die Kritik sei jedoch „völlig zurecht erfolgt“, stellte „Schorse“ unmissverständlich heraus. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen bei 1:7 Punkten reist der TuS bereits am Samstag zur Partie beim HC Elbflorenz 2006 in der Dresdner Ballsport-Arena. Anwurf am Sonntag, 24. März, ist um 17 Uhr.

 

Die Jungs hätten vergangenen Samstag gegen Hamburg „unbedingt gewollt“. Aber so gut wie nichts habe dann am 16. März funktioniert. Das war es aber auch fast schon mit dem Blick zurück. Der Interimscoach und auch Lübbeckes Rückraumspieler Jó Gerrit Genz mitsamt der gesamten Mannschaft und des direkten Umfeldes wollen, „dass wir alle möglichst schnell aus diesem Loch wieder herauskommen!“ Dass es dazu einer erheblichen Leistungssteigerung gegenüber zuletzt bedürfe, stehe völlig außer Frage.

Die harsche Kritik der letzten Tage sei völlig berechtigt gewesen, führte Jó Gerrit Genz weiter aus. Fähigkeit zur Selbstkritik schließe das klar mit ein. „Jeder muss selbst in sich gehen“ und sich nun klar darüber sein, was er selber dringlichst ändern müsse. Alle wollten ab sofort zeigen, was in ihnen stecke. Im Grunde sei es ja simpel, „ein Tor mehr werfen als die Anderen“, so die Lübbecker Nr. 5. Selbstbewusstsein solle schnellstens wieder Platz greifen.

Man wolle nun endlich wieder liefern, „aber auch, ohne zu verkrampfen“, so „Schorse“ Borgmann weiter. Keinesfalls könne die Partie am Sonntag in Dresden als Pflichtaufgabe deklariert werden. Es werde schwer genug, „bei uns schaut keiner mehr auf die Gegner von oben herab“, so Hans-Georg Borgmann und Jó Gerrit Genz. Elbflorenz werde selbstverständlich analysiert, doch mehr noch gehe es darum, „auf uns selbst zu schauen, damit ab sofort weniger Fehler passieren“, so der Interimstrainer. Fatal wäre zudem, auf das Hinspiel vergangenen Herbst zu vertrauen, als der TuS zuhause recht deutlich die Oberhand behielt, nämlich mit 32:20 siegte.

Erschwerend diesmal auch, dass Nettelstedt personell nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Jan-Eric Speckmann ist am Donnerstag operiert worden (Leistenbruch), Dener Jaanimaa plagt eine Leistenzerrung, Marian Orlowski hat Probleme am Knie. Also stehen hinter Jaanimaa und Orlowski große Fragezeichen, was einen Einsatz am Sonntag in Dresden betrifft. Und Kenji Hövels fällt – wie Speckmann – definitiv aus, wegen Beschwerden im Hüftbereich. Immerhin kehrt der Käpt’n ins Team zurück. Jens Bechtloff läuft wieder mit auf. Der TuS „ohne Vier“? Das „umfangreiche Krankenlager“ mache wenigstens deutlich, „dass wir alle jetzt erst recht zusammenrücken müssen“, so „Schorse“ Borgmann abschließend.

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