TuS in Hannover Viel Lob – keinen Lohn

Bei der TSV Hannover-Burgdorf am Freitagabend musste unser TuS nun schon die vierte 1-Tore-Niederlage der Saison hinnehmen. Nach 60 Spielminuten auf Augenhöhe mit den Niedersachsen gab es ein 28:29! Und trotzdem: Es war eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Vergleich vom vergangenen Samstag gegen Lemgo. Erneut in den Schlussminuten zeigte unsere Mannschaft leider etwas zu viel Nerven und auch das so dringend benötigte Quäntchen Glück blieb einmal mehr aus. Kurzum: Wieder keine der so dringend benötigten Pluspunkte geholt – die missliche Ausgangslage bleibt. Und doch: Die Formkurve geht nach oben.

 
Der TuS begann mit Nikola Blazicko im Tor, Bobby Schagen und Tim Remer auf Rechts- bzw. Linksaußen sowie Tim Suton, Niclas Pieczkowski und Gabor Langhans im Rückraum sowie Christian Klimek am Kreis. Lübbecke kam gut in die Partie und konnte sich bis zur 3. Minute bereits auf 3:1 absetzten, ehe „die Recken“ durch einem Doppelpack Kai Häffners den Ausgleich erzielten. Unser TuS ließ sich davon aber heute nicht beeindrucken, viel mehr trafen Bobby Schagen, Gabor Langhans und Christian Klimek bis zur zwischenzeitlichen 6:3-Führung der Rot-Schwarzen. TSV-Trainer Jens Bürkle zog dann nach einer erneuten Blazicko-Parade und einem weiteren TuS-Treffer durch Gabor Langhans die grüne Karte (10. Min.). Wieder war es auf Seiten der Niedersachsen Kai Häffner, der mit zwei Toren den Anschluss zum 6:7 (12.) wieder herstellte. Bis zum 10:10 (21.) legte die TSV vor und unser TuS egalisierte die knappe Führung stets, ehe sich die Burgdorfer durch Joakim Hykkerud und Erik Schmidt auf zwei Tore absetzen konnten. Vuko Borozan dann stellte dank seines Doppelpacks den Ausgleich zum 12:12 her (28.). Bis zur Halbzeit traf noch zwei Mal die TSV, so dass unser TuS die zweiten 30 Minuten mit einem Rückstand von 2 Toren (12:14) beginnen musste.

Nach Wiederanpfiff konnte Hannover die Führung zunächst halten, sich aber auch nicht absetzen, da unsere Mannschaft – es sind im Grunde alle Positionen an der guten Leistung beteiligt – ebenfalls zahlreiche Bälle im Tor Martin Ziemers einnetzte. Beim 21:21 (44.) gelang Christian Klimek einmal mehr der verdiente Ausgleich. Allerdings sollte es die letzte Viertelstunde noch einmal in sich haben: Martin Ziemer machte im Hannoveraner Tor Platz für unseren ehemaligen TuS-Spieler Malte Semisch, der sich gleich mit einer Parade gegen Vuko Borozan (der TuS spielte in Unterzahl, da Niclas Pieczkowski zuvor eine Zwei-Minuten Strafe bekommen hatte) in die Partie einführte. Bis zum 23:23 in der 48. Minute war die Partie wieder völlig offen, so dass TSV-Trainer Jens Bürkle seine zweite Auszeit nahm.

Erst als Gabor Langhans in der 51. Minute seine zweite Zwei-Minuten-Strafe bekam, konnten sich die Recken erstmals wieder durch Morten Olson eine Zwei-Tore-Führung erarbeiten (52.), die Erik Schmidt erstmalig in der 56. Minute zu einer 3-Tore-Führung ausbaute. Folglich nahmen unsere Interimstrainer auch ihre zweite Auszeit und Christian Klimek markierte seinen 5. Treffer zum 27:29. Die Folge: Erneute Auszeit Hannover. Doch auch den Niedersachsen machten die Nerven zu schaffen, sodass Olson und Häffner an dem überragend haltenden Nikola Blazicko scheiterten und Gabor Langhans seinen 8. Treffer markierte. Vuko Borozan hatte 2 Sekunden vor Schluss noch einmal die Möglichkeit des Ausgleichs (der Wurf Erik Schmidts landete zuvor über dem TuS-Tor), warf aber über das Tor, so dass es beim Endstand von 29:28 blieb.

Unserer Mannschaft gelingt es also, über die komplette Spielzeit eine gute Leistung abzurufen und am Ende steht sie doch wieder mit leeren Händen da. Ein sehr ordentliches, variables Spiel, sowohl aus dem Rückraum, als auch über Außen und dem Kreis, dazu ein überragender Nikola Blazicko im Tor reichen trotzdem nicht aus, um den ersten von allen Beteiligten so herbeigesehnten Sieg zu erreichen. Das nötige – und zurzeit fehlende – Quäntchen Glück (neben etwas stärkeren Nerven) scheint uns aktuell nicht vergönnt zu sein. Das Leben geht weiter – am Samstag, 12. Dezember, mit dem nächsten Heimspiel (19 Uhr) in der Merkur Arena gegen die SG Flensburg-Handewitt.

 

Stimme zum Spiel:

Zlatko Feric (TuS N-Lübbecke): „Die Mannschaft hat heute toll gespielt und gekämpft, sie hat alles gegeben und sich als eine Einheit präsentiert. Es waren wieder nur Kleinigkeiten, die uns zum Sieg gefehlt haben. Manchmal hatten wir Pech, wenn etwas nicht richtig funktioniert hat. Aufgrund der vielen Zeitstrafen war es schwer in der Abwehr zu verteidigen, wenn dann immer ein Mann fehlt… Wären wir mit ein paar mehr Pluspunkten auf dem Konto angereist, hätten wir das Spiel sicherlich gewonnen. Nach der schlechten Leistung der vergangenen Woche gegen Lemgo, war es nicht einfach, heute schon wieder in der Halle zu stehen, doch die Mannschaft hat den Kopf oben gehalten und jeder hat das gegeben, was er konnte. Leider haben wir uns am Ende wieder nicht belohnt. Aber: Die Mannschaft lebt, das hat man heute gesehen!“

 

Statistik

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch, Patrail (1), Hykkerud (1), Lehnhoff (1), Häfner (8), Karason (3), Dräger (n.e.), Schmidt (6), Olsen (4), Hinz (n.e.), Christophersen (1), Kastening (4).

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Skok; Herth, Bechtloff, Langhans (8), Tauabo (n.e.), Pieczkowski (1), Lazovic, Suton (3), Schagen (3), Schöngarth, Borozan (4), Klimek (5), Remer (4/1).

Zeitstrafen: 1 – 4 Schmidt (37.) – Langhans (24./51.), Suton (40.), Pieczkowski (46.)

Siebenmeter: 0/1 – 1/1 Lehnhoff scheitert an Blazicko

Schiedsrichter: Hartmann / Schneider

Zuschauer: 3.047

Spielfilm: 0:1 (1.), 1:2 (2.), 2:3 (3.), 3:4 (4.), 3:5 (5.), 3:6 (7.), 4:6 (8.), 4:7 (9.), 5:7 (10.), 6:7 (11.), 7:7 (13.), 8:7 (16.), 8:8 (17.), 9:8 (19.), 10:9 (20.), 10:10 (21.), 11:10 (23.), 12:10 (25.), 12:12 (27.), 14:12 (HZ), 15:13 (32.), 16:14 (34.), 16:15 (36.), 17:16 (38.), 16:16 (40.), 18:16 (40.), 19:17 (41.), 20:18 (42.), 21:19 (43.), 21:21 (44.), 22:21 (45.), 23:22 (47.), 24:23 (48.), 25:24 (49.), 26:24 (50.), 26:25 (52.), 27:26 (54.), 28:26 (55.), 29:26 (56.), 29:27 (57.), 29:28 (59.), 29:28 (EN)