TuS feiert mit 37:26 Handballfest gegen Konstanz

Der TuS N-Lübbecke gewann am Samstagabend das erste Spiel der Rückrunde in der 2. Handball-Bundesliga gegen die HSG Konstanz mit 37:26 (19:15). Nach einer grundsoliden ersten Halbzeit legten die Ziercke-Schützlinge im zweiten Durchgang mächtig nach und sorgten für ein begeistertes Heimpublikum. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte wurde der Grundstein für den gelungenen Rückrundenstart und den 10. Heimsieg im 10. Heimspiel gelegt. Der 7:2-Lauf bis zur 40. Minute machte aus dem 19:15-Pausenstand das 26:17! Damit haben die Nettelstedter ihren Platz an der Tabellenspitze der Liga gefestigt. Bester Torschütze an diesem Abend war Konstanz´ Gregor Thormann, der alle seine 9 Siebenmeter sicher verwandelte und noch ein Feldtor hinzusteuerte. Für den TuS N-Lübbecke traf Lukasz Gierak gleich 7 mal.

 

Wie erwartet, begann Nils Torbrügge nach seiner Sperre am Kreis. Tim Remer und Ramon Tauabo starteten auf Links- und Rechtsaußen, im Rückraum agierten wie gewohnt Pontus Zetterman und Lukasz Gierak. Für den unter Woche erkrankten Kenji Hövels führte Ante Kaleb auf der Mitte Regie.
Rund 14 Minuten benötigte das TuS-Team, um auf vier Tore – zum 9:5 – davonzuziehen. Zunächst aber dies: Bis zum 3:3 (5. Minute) gelang es der HSG Konstanz stets die TuS-Führung auszugleichen. Beim 3:4 aus Lübbecker Sicht (7. Minute) durch Felix Gäßler lang der Aufsteiger das einzige Mal in Führung. Ante Kaleb, der sich gute Noten verdiente, glich mit seinem ersten Tor der Partie zum 4:4 aus. Ein letzter Ausgleich für das Bodensee-Team gelang Gregor Thomann per Strafwurf zum 5:5 (10.). Danach zündete der TuS seinen Turbo, wie bereits erwähnt. Lukasz Gierak, Ramon Taubao (herrlicher Fallwurf nach Remer-Assist) und Tim Remer per Tempogegenstoß mit Trickwurf sowie Ante Kaleb sorgten für die erste deutliche Nettelstedter Führung zum 9:5. Nach dem 11:6 (15.) erneut durch Ante Kaleb, nahm Konstanz‘ Trainer Daniel Eblen die erste Auszeit. Viele Wechselmöglichkeiten hatte Eblen nicht (ihm standen lediglich 9 Feldspieler und 2 Torhüter zur Verfügung), dennoch hielten die Konstanzer einen Vier-Tore-Rückstand bis zur Pause. In der 22. Minute kassierte Piotr Grabarczyk seine zweite Zweiminutenzeitstrafe und im Rückraum kam Jó Gerrit Genz für Pontus Zetterman in die Partie, der vor der Halbzeitpause noch zwei TuS-Tore beisteuerte.

Gleich nach dem Wiederanpfiff, Nikola Blazicko ersetzte Peter Tatai im TuS-Tor und Branimir Koloper bildete mit Nils Torbrügge den Innenblock, war es erneut Jó Gerrit Genz, der mit dem 20:15 den Torreigen für den TuS im zweiten Durchgang eröffnete. Mit einer ordentlichen Abwehrleistung – in der zweiten Halbzeit nur noch 11 Gegentore – als Grundlage liefen die schnellen TuS-Außen, allen voran Ramon Tauabo – Tempogegenstöße und brachten diese recht häufig im Konstanzer Tor unter. Der 24:16-Zwischenstand (eine Traumkombination des TuS schloss wieder Tauabo ab) in der 38. Minute ließ HSG-Trainer Daniel Eblen die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch legen. Den Spielfluss der TuS-Mannschaft störte die kleine Pause nicht. Einen perfekten Pass von Tim Remer aus der Abwehr heraus auf Ramon Tauabo brachte das 26:17 (40.). Zum ersten Mal zweistellig wurde die Führung dann in der 47. Minute beim 29:19 durch Jó Gerrit Genz. Kurz zuvor kamen Jens Bechtloff und René Gruszka für Ramon Tauabo und Tim Remer auf den Außenbahnen. Die beiden „Frischen“ fügten sich nahtlos ein, Jens Bechtloff traf direkt zum 30:20 (48.) und René Gruszka verwandelte den Siebenmeter zum 32:21 (51.) souverän. Lukasz Gierak, heute mit 7 Toren bester TuS-Werfer, ließ die Zuschauer einmal mehr beim 35:23 (55.) jubeln. Noch vor der Schlusssirene erhielt Nils Torbrügge seine zweite Zeitstrafe, die aber überhaupt nicht mehr ins Gewicht fiel. Vor dem Schluss bereits feierten die TuS-Anhänger ihre Jungs mit „Nettelstedt, Nettelstedt“-Sprechchören und stehenden Ovationen. Endstand schließlich: 37:26!

Fazit: Es war ein im zweiten Durchgang für den TuS N-Lübbecke völlig ungefährdeter und vor allem hoch verdienter Sieg! Branimir Koloper fügte sich super ein und im Angriff überzeugten nicht zuletzt auch Lukasz Gierak und Jó Gerrit Genz. Alles in allem eine toll anzusehende Mannschaftsleistung der Nettelstedter gegen eine ersatzgeschwächte Mannschaft aus Konstanz, die ob ihrer Kampfkraft und vor allem auch wegen ihrer Fairness sich ebenfalls Beifall verdiente.

 

Stimmen zum Spiel:

Daniel Eblen (HSG Konstanz): „Glückwunsch an den TuS und Aaron für den hochverdienten Sieg! Die 11 Tore Vorsprung haben heute den Unterschied schon richtig aufgezeigt. Wir waren körperlich nicht in der Lage, Lübbecke Paroli zu bieten. Im Angriff haben wir meiner Meinung nach ganz ordentlich gespielt, aber in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff bekommen. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein dickes Kompliment machen, denn sie hat toll gekämpft und ich bin zufrieden, wie wir mental immer am Spiel teilgenommen haben.“

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Danke für die Glückwünsche! Man hat heute gesehen, dass wir eine Einheit geworden sind, ganz so, wie man sich das als Trainer wünscht. In der ersten Halbzeit waren wir in der Abwehr zu nachlässig und Konstanz hat es super geschafft, den Ball flott im Spiel zu halten. In der zweiten Halbzeit wurde es für die HSG schwieriger, wir haben konzentrierter agiert, was ich auch in der Pause eingefordert habe. Bei Konstanz haben zunehmend die Kräfte nachgelassen und wir haben unseren Fans ein Handballfest bieten können.“

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Tatai; Grenz (5), Kaleb (4), Bechtloff (4), Grabarczyk, Gierak (7), Tauabo (4), Gruszka (2/1), Torbrügge (4), Zetterman (4/3), Koloper, Hövels, Remer (3).

HSG Konstanz: Poltrum, Glatt; Schlaich (2), Thomann (10/9), Flockerzie, Stocker (3), Oehler, Kaletsch (3), Maier-Hasselmann (1), Gäßler (5), Jud (2).

Zeitstrafen:5 – 1 Grabarczyk (18. + 22.), Gierak (22.) Torbrügge (43. + 57.) – Kaletsch (31.)

Siebenmeter: 4/4 – 9/9

Schiedsrichter: Marcus Hurst / Mirko Krag

Zuschauer: 1.782

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