Spiel „der Kategorie 1“: TuS empfängt Hüttenberg

Dem TuS N-Lübbecke gelangen zuletzt zwei Heimsiege. Auf die Erfolgserlebnisse in den Duellen mit Minden und Stuttgart möchten die Ziercke-Schützlinge nur zu gern den dritten doppelten Punktgewinn draufsatteln. Es wäre gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ein besonders großer Schritt Richtung Rettung, doch über die Schwere der Aufgabe an diesem Sonntag, 4. März, 12.30 Uhr in der Merkur Arena, ist man sich am Wiehengebirge vollends bewusst. TuS-Trainer Aaron Ziercke: „Man hat es nie leicht, gegen offensive Deckungen gut auszusehen. Hüttenberg beherrscht diese Abwehrvariante sehr gut.“ Das Ziel aber seien eindeutig zwei Punkte für den TuS. „Einen Kampf werden wir wohl erleben, weniger ein schönes Spiel“, ordnet der Lübbecker Coach die Dinge gleichwohl nüchtern realistisch ein.

 

Dass der TuS am Sonntag – neben Tim Remer (Kreuzband- und Meniskus-Operation) auch auf Kenji Hövels (Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel) wird verzichten müssen, wiegt gegen einen Gegner wie Hüttenberg besonders schwer. Denn der gebürtige Berliner wäre als der eher kleine, aber quirlige und flinke Spielertyp genau der Richtige gegen die offensive Deckung der Gäste. Der Trainer weiß dies nur zu gut, aber stellt auch klar: „Nun ist Kenji aber nicht dabei – Punkt. Wir werden uns andere Maßnahmen einfallen lassen.“

Gutes Laufspiel, häufigere Rochaden zwischendrin, das „können andere Spieler unserer Mannschaft auch“, ist Aaron Ziercke überzeugt. Im verlorenen Hinspiel am 9. Dezember, habe der TuS Lösungen parat gehabt, aber diese nicht immer mit letzter Konsequenz bis zum Ende durchgezogen. Der gegenwärtige Tabellenstand des nächsten Gegners interessiert Aaron Ziercke überhaupt nicht. „Hüttenberg ist kein Team, das sich einfach abkanzeln lässt. Die musst Du 60 Minuten lang beschäftigen und Dich selbst immer streng an Deinen Matchplan halten.“

Jó Gerrit Genz, der seinen Coach zum Pressegespräch am frühen Donnerstagnachmittag in die TuS-Geschäftsstelle begleitet hatte, räumte klar und deutlich ein, dass die Mannschaft bei den jüngst verlorenen Auswärtspartien in Göppingen und Wetzlar jeweils nur sehr dürftige erste 30 Minuten auf die Platte gebracht habe. Ja, jetzt in Wetzlar habe es eine laute Pausenansprache des Trainers gegeben. Diese aber „war vollauf berechtigt und hat uns gutgetan.“ Andererseits hätten die Erfolge über Minden und Stuttgart gezeigt, „was wir leisten können – selbst dann, wenn wir ganz besonders unter Druck stehen“. Wichtig sei die Partie an diesem Sonntagmittag schon sehr, „eines der Kategorie 1“!

Abgesehen von Tim Remer und Kenji Hövels sollte aller Voraussicht nach der komplette TuS-Kader am Sonntagmittag zum Einsatz bereitstehen. Kleinere Wehwehchen bei dem ein oder anderen Spieler seien schon jetzt weitgehend überwunden, so Aaron Ziercke.

Zusätzlich bereichert wird das mittägliche Handball-Event am kommenden Sonntag nun schon zum dritten Mal mit dem Sportbar-Talk. Befragt werden in der Sportbar direkt neben der Arena voraussichtlich Hüttenbergs Geschäftsführer Lothar Weber und die derzeit verletzten TuS-Spieler Tim Remer und Kenji Hövels. Los geht der Talk um 11.45 Uhr.

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