Mittwoch: Rekordmeister in der Merkur Arena

Ins kalte Wasser geworfen werden bei der Spielplangestaltung – das kann auch Vorteile für einen Bundesliga-Neuling haben. Man weiß gleich, woran man ist. So wie für den TuS N-Lübbecke, der am Sonntagmittag in Flensburg-Handewitt verlor, was zu erwarten war. Und es geht gleich weiter, genauer: schon knapp 80 Stunden später bekommt der TuS mit Rekordmeister THW Kiel den nächsten Hochkaräter vor die Nase gesetzt. Die 23:37-Auftaktniederlage bei der SG soll „möglichst rasch raus aus den Köpfen“, wünscht sich TuS-Trainer Aaron Ziercke. Um nicht unerwähnt zu lassen, dass mit den Jungs aus der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt ein Team seine Visitenkarte in der Lübbecker Merkur Arena abgibt, „die eine der besten Handballmannschaften der letzten Jahre darstellt, in Europa, ja im Grunde weltweit!“

 

Es sei immer etwas ganz Besonderes, sich mit Kiel, einem der ganz heißen Meisterschaftsfavoriten, messen zu dürfen, so TuS-Coach Aaron Ziercke. „Klar ist doch, meine Jungs sollen sich auch darauf freuen!“ Und dennoch stehe der Ernst im Vordergrund, „denn die Niederlage in Flensburg sollte so hoch auf keinen Fall ausfallen…!“ Da gebe es im Duell mit dem THW an diesem Mittwoch, 30. August, 19 Uhr, vieles „gegenüber unserem Auftaktmatch wieder gut zu machen“. Mehr über die Halbpositionen und die Außen müsse agiert werden, auch „um das Rückzugsverhalten bei Ballverlust besser strukturieren zu können“.

Dass der Gegner am Mittwoch eine ganz harte Nuss wird, die nur „ganz schwer“ zu knacken sei, stehe außer Frage, „nicht zuletzt im Rückraum sehe ich Kiel noch stärker als Flensburg“, so Aaron Ziercke weiter. Bei alldem liege es „vor allem an uns, weit weniger Fehler als noch am Sonntag zu produzieren, nicht zuletzt auch bei unseren Angriffsaktionen“. Dass der Auftritt am Wiehengebirge für den Rekordmeister erst das Liga-Saisonauftaktspiel ist, sieht der Lübbecker Coach keineswegs als Nachteil für die Gislason-Schützlinge an. „Erstens hatten sie den Supercup in der vergangenen Woche, zweitens werden sie unter wettkampfähnlichen Bedingungen trainiert haben.“ Und schließlich sei der THW-Kader „besonders breit aufgestellt“.

Pontus Zetterman saß am Montagmittag bei der Pressekonferenz in der TuS-Geschäftsstelle neben seinem Trainer und beantwortete die Frage, was – zumal nach den Eindrücken vom Vortag in Flensburg – denn in der 1. Liga anders sei als in der 2. Liga, kurz und schmerzlos: „Alles!“ Um sodann die bewusst etwas flapsige Antwort auch mit dem nötigen Ernst zu konkretisieren: „Flensburg war halt in allen Belangen und mit Abstand besser als jedes Zweitligateam: Mit dem Torwart und der Betonabwehr, mit den vielen groß gewachsenen Spielern und sicherlich auch im Tempogegenstoß!“ Das Motto „Respekt, aber keine Angst“ gelte jedoch auch für die nächste große Herausforderung mit dem THW Kiel. Man müsse sich gegenüber dem Flensburg-Match ganz einfach steigern. Teammanager Zlatko Feric ergänzte, man wolle „aus dem Spiel in Flensburg lernen, Fehler künftig stärker minimieren und nun auch ganz nach vorne schauen, uns allein auf das Kiel-Spiel konzentrieren!“ Das TuS-Team könne weit mehr, als in Flensburg zu sehen gewesen sei, so Zlatko Feric weiter sinngemäß.

Während Piotr Grabarczyk definitiv am Mittwoch noch nicht mit auflaufen wird, haben die TuS-Verantwortlichen inzwischen die Lücke auf Rechtsaußen geschlossen. Der TuS N-Lübbecke hat dazu am frühen Montagnachmittag auch eine Pressemitteilung veröffentlicht. Schon am Mittwochabend wird der kroatische Nationalspieler Luka Rakovic (zuletzt Benfica Lissabon) seinen Einstand im Lübbecker Trikot geben können.

Wer die junge TuS-Mannschaft am Mittwochabend unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen. Der Vorverkauf bisher für das Spiel gegen den aktuellen DHB-Pokalsieger läuft gut. Zusammenhängende Sitzplätze im Mittelblock sind zwar noch vorhanden, jedoch rar. Schnell sein und dabei sein, damit sich eine gut gefüllte Merkur Arena dem Handball-Publikum an den TV-Geräten präsentiert. Die Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie am Mittwoch an der Tageskasse (ab 17.30 Uhr) erhältlich.

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