Mission Klassenerhalt nun extrem schwer – der TuS verliert verdient, wenn auch zu hoch mit 21:26 in Balingen

Zum rettenden Ufer hat der TuS N-Lübbecke jetzt schon fünf Pluspunkte Rückstand – auf den Gegner vom Donnerstagabend, der SG HBW Balingen-Weilstetten, die verdient, wenn auch zu hoch gegen die Jungs vom Wiehen mit 26:21 (11:7) siegreich blieb. Man hatte leider oft den Eindruck, dass die „Gallier“ zu den meisten Toren mit größerer Selbstverständlichkeit kamen, während sich die Ostwestfalen für ihre Treffer weit mehr mühen mussten. Einige schöne Tore erzielten die Kurtagic-Schützlinge dennoch und zeigten einmal mehr Leidenschaft und Kampfkraft. Stark bei der Trefferquote bei den Rothemden Tom Skroblien, der 8 Mal einnetzte, allerdings auch zwei Siebenmeter nicht nutzte. Seine Sache gut machte auch Marvin Mundus (4 Tore), der Luka Mrakovcic ersetzte, nachdem dieser nach 8 Minuten die Rote Karte gesehen hatte. Beim 4:6 (Heiny, 16. Minute) lagen die Gäste am höchsten in Front. Nach einer Rezar-Parade hätte Nettelstedt „auf 3“ davonziehen können, warf dann aber neben das Tor. Später beim knappen 21:19-Zwischenstand in der 53. Minute hatte Lübbecke nochmals einige Trümpfe in der Hand… Jetzt sind es noch 8 Spiele in dieser Saison für die Kurtagic-Schützlinge. Der Klassenerhalt ist immer noch möglich, leichter geworden ist die Angelegenheit mit diesem Donnerstagabend aber leider nicht!

 

Wie schon so manches Mal in dieser Spielzeit, so agierten die Nettelstedter in der Anfangsphase recht ordentlich, ja beim 4:6 hatten die Rothemden noch viel (berechtigte) Hoffnung und die Balinger Halle wurde auch gleich ganz schön ruhig. Was aber folgte, war ein 7:1-Lauf der Gastgeber, 9 Minuten lang blieb Lübbecke dann ganz ohne Tor. Zu viele Fehler waren passiert. Als Tom Skroblien die Flaute beendete in der 26. Minute (schönes TuS-Kombinationsspiel zuvor), war dies der 8:7-Anschluss – immerhin. Doch zwei Fehlwürfe und ein Ballverlust später hatte Balingen mit dem Pausenstand von 11:7 ein erstes Zeichen schon mal gesetzt.

Recht ordentlich kamen die Nettelstedter aus der Halbzeitpause, trafen zweimal hintereinander. Beide Male hatte Tom Skroblien getroffen. 11:9! Dann meist mit drei bis fünf Toren Vorsprung behielten die Gastgeber das Match aber ganz gut in der Hand. Andererseits ließen sich die Westfalen aber nicht wirklich abschütteln. Bis zum 21:19 – wie erwähnt – war Lübbecke herangekommen. Dann traf Schoch zum 22:19 (54.) und der TuS setzte einen Siebenmeter an den linken unteren Pfosten. Mit dem anschließenden 23:19 (56.) war das Ding für Balingen durch, das damit noch lange nicht gerettet ist, aber einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gegangen ist.

Rolf Hermann, Sportlicher Leiter beim TuS, stellte sich nach der Partie durchaus „vor die Jungs“. Sie hätten erneut alles in die Waagschale geworfen, bestens gekämpft. „Das ist definitiv keine blutleere Truppe und in der Kabine ärgern sie alle sich maßlos, dass es erneut nicht gereicht hat.“ Aber auch das sei für ihn an diesem „bitteren Abend mit diesem bitteren Spiel“ deutlich geworden: „Für die 1. Liga reicht das alles nicht!“ Er sei nicht böse gestimmt, es ihm aber doch sehr wichtig, „das an diesem Abend als Fakt herauszustellen“. Erhobenen Hauptes werde man dennoch in die verbliebenen Partien gehen.

 

Stimme zum Spiel

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke):
„Wir zeigen heute Abend einen sehr guten Start, liegen nach einer Viertelstunde mit zwei Toren vorn. Und es war die Gelegenheit gegeben, auch vom Spielstand her den Gegner verstärkt unter Druck zu setzen. Stattdessen müssen wir einen 7:1-Lauf der Hausherren hinnehmen, weil uns wieder zu viele Fehler passieren. Auch die Rote Karte gegen Luka Mrakovcic hat uns geschadet. Ich fand diese Entscheidung nicht okay, aber ein schlechter Verlierer will ich nicht sein. Zudem hat dann auf der Position Marvin Mundus Akzente gesetzt. Keine Frage: Nun ist es für uns sehr schwer geworden, das Klassenziel noch zu erreichen. Dennoch sind immer noch 16 Punkte zu vergeben. Aufgeben? Das bleibt auch weiterhin keine Option!“

 

Statistik:

HBW Balingen-Weilstetten: Sejr (2 P.), Ruminsky (7/1 P.); Lipovina (7), Fugel, Ingason, Nothdurft (2), Wiederstein (4) Todorovic, Beciri, Wente, Schoch (4), Zintel, Scott (3), Volz, Heinzelmann (1), M. Strosack (5).

TuS N-Lübbecke: Asheim (7 P.), Rezar (4 P.); Heiny (4), Gernus, Wolf, Petreikis (3), P. Strosack (1), Mundus (4), Dräger, Kontrec (1), Mrakovcic, Spohn, Nissen, Petrovsky, Skroblien (8).

Siebenmeter: 0/2 Skroblien an Ruminsky (20.), Skroblien an den Pfosten (55.)

Zeitstrafen: Schoch (24. + 28.) – Heiny (7.), Kontrec (21.), Dräger (42. + 60.), Nissen (50.)

Disqualifikation: Mrakovcic (9.) grobes Foul

Schiedsrichter: Suresh Thiyagarajah und Rames Thiyagarajah

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