Ein paar Fehler zu viel – und der TuS kassiert 24:28 gegen Hamburg

Nach drei Siegen am Stück hat sich für den TuS N-Lübbecke am Dienstagabend die Stimmungslage zunächst einmal wieder etwas gedreht. 24:28 (12:12) ging es aus gegen den Handball Sport Verein Hamburg. Dabei war weit mehr drin für die Kurtagic-Schützlinge, die beim 8:5 (15. Minute) und 15:13 (37.) das Zepter in der Hand zu haben schienen. Und bis zum 20:20 (46.) war es dann wieder vor allem eine ausgeglichene Angelegenheit. „Das geht unentschieden aus“, so hatte man das als Beobachter im Gefühl. Doch vor allem zum Ende hin leisteten sich die Hausherren ein paar vorentscheidende Fehler zu viel. Manch technische Unzulänglichkeit, Fehlpass und Fehlwurf waren zu notieren, wenngleich der TuS über weite Strecken auch erneut Freude gemacht hat. Aber, kurzum: Die Niederlage geht insgesamt einfach in Ordnung.

 

Beim 2:2 nach 7 Minuten hatte der TuS erstmals den Ausgleich geschafft, als Dominik Ebner zum 2:2 vollendete, sein Wurf gelangte vom Kopf des Torwarts an den Pfosten und schließlich ins Netz. Valentin Spohns Hammer in die kurze Ecke bedeutete das 3:2 (9.) und Benas Petreikis warf einfach mal „aus dem Nichts“, es war das 4:3 (11.). Vier Tore hintereinander gelangen Dominik Ebner, darunter das 5:4 (12.) in der zweiten Welle und den Treffer zum 7:5 (den Ball einfach am Torwart vorbei „gelegt“). Nach dem 8:5 (15.) des Ex-Lemgoers musste es einfach Auszeit für Hamburg geben! Dabei vergessen wir hier nicht, dass Johannes Jepsen im Nettelstedter Tor eine ganze Reihe von Paraden in dieser Phase zeigen konnte.

Doch 4:7 „verloren“ ging der Rest der 1. Halbzeit für den TuS, was den Trainer bei der Pressekonferenz auch recht erzürnte. Zunächst schloss Hamburg auf 8:8 auf (21.), auch, weil Nettelstedt nun einige Fehler produzierte. Die Männer vom Wiehen fingen sich bald wieder ein wenig, doch der schöne Vorsprung war erst einmal dahin. Einen sehenswerten Aufsetzer sah man beim 9:8 (22.) durch Peter Strosack, der Kapitän des TuS warf auch das 10:8 (23.). Erwähnenswert noch, dass der Führungstreffer des TuS zum 12:11 durch Dominik Ebner in Unterzahl gelang. Erschwerend für den TuS aber außerdem, dass er in der 1. Halbzeit 5 Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen musste (Hamburg nur 1 Mal 2 Minuten bis zur Pause). Zwischen der 25. und 27. Minute waren es gar 3 Hinausstellungen gegen Lübbecke.

Bei der Halbzeitstatistik sprachen drei andere Aspekte deutlich für die Gastgeber. 7:3 lag man bei den „Rückraumtoren-Fern in Front“, 2:0 Tore für den TuS gab es trotz Unterzahl und bei der Quote gehaltener Bälle lag Lübbecke mit 36,8 zu 25 Prozent in Führung.
Es gab auch in der 2. Halbzeit eine ganze Reihe starker Nettelstedter Szenen und auch sehenswerte Tore. So war das 13:13 (35. Minute) von Lutz Heiny zu bestaunen. Ein Klasse-Tor, zwar mit Anlauf und „Ansage“, trotzdem null Chance für die Hansestädter. Und in derselben Minute warf Marco Bagaric den Ball ins leere Hamburger Tor, es war das 14:13. Und als Tom Skroblien seinen Siebenmeter zum 15:13 (37.) direkt unter die Latte knallte, schien es immer noch ein guter Abend zu werden für den TuS.

Bis zum 20:20 (46.) bleibt die Angelegenheit umkämpft, Fehler auf beiden Seiten hielten sich im Rahmen. Als Marco Bagaric einen Tempogegenstoß zum 20:19 (45.) verwertet hatte, sollte dies schon die letzte Führung für Nettelstedt sein. Fünf Minuten blieben die Kurtagic-Schützlinge dann erst einmal ohne Treffer. Letztmalig bis auf ein Tor dran – das schaffte der TuS beim 21:22-Anschluss (51.), als Valentin Spohn per Aufsetzer traf. Den meisten weiteren Hamburger Gegentreffern voraus gingen in der Folge ein technischer Fehler, ein Fehlwurf, ein Fehlpass. Auch zwei weitere Zeitstrafen in der Schlussphase gegen den TuS halfen den Lübbeckern nicht wirklich. Am Ende bauten die Gäste ihren Vorsprung dann noch bis auf vier Tore aus.

 

Stimmen zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Am Ende war es ein verdienter Sieg für Hamburg. Uns sind zu viele Fehler passiert, wir lassen klarste Chancen einfach liegen. Dabei starten wir gut und liegen mit 8:5 in Front. Doch anstatt diese Lockerheit beizubehalten, agieren wir zwischen der 15. bis 30. Minute extrem schwach. Wir bekommen keine Ruhe mehr ins Match. Dabei hat es unser Gegner aber auch meist gut gemacht, so etwa, lange Angriffe zu spielen. Auch im 2. Durchgang sind wir beim 15:13 wieder vorn, lassen uns dann aber wieder maximal verunsichern. Wir müssen das jetzt so akzeptieren und dem Gegner gratulieren. Vier Tage haben wir nun Zeit zu arbeiten, damit wir am Sonntag beim TV Großwallstadt wieder ein anderes Gesicht zeigen können.“

Torsten Jansen (HSVH): „Wir sind überglücklich nach diesen zwei Punkten. Wir wussten, was unser Gegner zuletzt an starken Leistungen abgeliefert hat. Wichtig war uns nicht zuletzt, Tom Skroblien in den Griff zu bekommen. Das ist uns sicherlich gut gelungen. Aber auch vorne haben wir sehr diszipliniert gespielt. Ja, wir sind sehr, sehr zufrieden. Und ich darf meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen.“

 

Statistik

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen (12 P.); Becvar, Heiny (3), Ebner (9), Petreikis (1), Bagaric (2), Strosack (2), Mundus, Dräger (1), Spohn (3), Nissen, Speckmann, Petrovsky (1), Skroblien (2/2), Criciotoiu.

Handball Sport Verein Hamburg: Kokoszka, Maier (10 P.); Schimmelbauer (1), Fick, Tissier (4), Weller (9/4), Axmann (3), Gertges (1), Bauer (3), Forstbauer (1), Bergemann (6), Kleindamm.

Siebenmeter: 2/2 – 4/4

Zeitstrafen: 7: 3 Dräger (2. + 58.), Bagaric (4. + 56.), Skroblien (25.), Ebner (26.), Heiny (27.) – Weller (7.), Axman (31.), Schimmelbauer (34.)

Schiedsrichter:Marvin Cesnik und Jonas Konrad

Zuschauer: – in der Merkur Arena

  • Yannick Dräger
  • Valentin Spohn
  • Roman Becvar
  • Marko Bagaric
  • Auszeit
  • Lutz Heiny
  • Dominik Ebner
  • Leos Petrovsky
  • Johannes Jepsen
  • Benas Petreikis
  • Emir Kurtagic
  • nach Spielende
  • Jan-Eric Speckmann

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