Der TuS kommt in Fahrt: Sicheres 26:21 über Lübeck-Schwartau

Platz 7 und 13:11 Punkte: Mit dem TuS N-Lübbecke geht es weiter aufwärts. Dieser 26:21 (13:9)-Erfolg der Kurtagic-Schützlinge brachte am Samstagabend vor 1.385 Zuschauern nicht nur die fünfte Partie hintereinander ohne Niederlage. Es war zudem ein hochverdienter, ganz sicherer Sieg – noch dazu in der 2. Halbzeit ohne jede Sorge bei den Fans, dass noch etwas schiefgehen könnte. So darf es also weitergehen, kommenden Freitag mit der anspruchsvollen Auswärtsaufgabe bei TUSEM Essen.

 

Die Gäste hatten Anwurf und kamen noch in der Anfangsminute dank eines verwandelten Siebenmeters von Glabisch zur Führung. Nach einer Parade von Peter Tatai gelang dem TuS rasch die Antwort und Marian Orlowski markierte mit dem 1:1 (4. Minute) den ersten Nettelstedter Treffer des Abends. Eine weitere Tatai-Abwehr trug mit dazu bei, dass die Stimmung in der Merkur Arena zugunsten des TuS bereits jetzt prächtig war. Aus seiner angestammten Position von Rechtsaußen gelang Peter Strosack in der 8. Minute das 2:1. Ganz sicher von derselben Stelle aus markierte der Ex-Leipziger auch das 3:2 (10.).

In der Folgezeit gerieten die Hausherren immer mehr in eine bessere Ausgangslage, bauten die Führung also aus. Das 4:3 (11.) schaffte Roman Becvar bei einer 1:1-Situation und per zweiter Welle sahen die Zuschauer das 5:3 (12.) durch Peter Strosack. Einen Tempogegenstoß schloss Jens Bechtloff zum 6:4 ab, es war die 15. Minute. Doch damit noch nicht genug. Die Gastgeber erhöhten weiter. Beim 7:4 zeigte Marian Orlowski einen Khalepo-Wackler unmittelbar vor dem Treffer (16.). Valentin Spohn kam auf die Spielfläche und traf zum 8:4 (17.), wobei der Wurf noch abgefälscht war. In Unterzahl schaffte der wieder genesene Roman Becvar das 9:5 (18.).

Nach dem 10:5 (20.), es war „Feile“ Bechtloff, packte „Valle“ Sohn eine „Fackel“ aus, gegen die kein Kraut gewachsen war, es stand 11:6 (22.). Aggressiv agierte aber nicht nur Nettelstedts Angriff, sondern auch die Deckung. Ein Tempogegenstoß war eine Folge und Jens Bechtloff gelang das 12:6 (25.). Ein Aufsetzer von Valentin Spohn landete – bei Unterzahl – zum 13:8 (28.) im Schwartauer Gehäuse. 13:9 stand es bei Halbzeit. Der TuS lag verdient in Front. Erwähnen sollte man aber auch, dass die Gäste – über die ganze Partie übrigens – eine ganze Reihe von Holztreffern zu beklagen hatten.

Lübeck-Schwartau spielte nunmehr zeitweise mit einer 5:1-Deckung, was aber nicht verhinderte, dass die Kurtagic-Schützlinge die Partie auch weiterhin sehr gut im Griff behielten. Beim 14:10 (33.) durch Marian Orlowski befand sich der Ball in der Luft wohl tatsächlich hinter der Linie, denn der Schiri sah es aus nächster Nähe. Dieser Treffer war dabei nur der Auftakt zu einem 4:0-Lauf, der als sicher vorentscheidend für diesen Abend zu gelten hatte. Jens Bechtloff verwandelte sicher den Siebener zum 15:10 (34.) und derselbe Spieler traf zum 16:10 (36.) ins lange Eck. Das 17:10 (36.) sah Jó Gerrit Genz als Torschützen, links ging der Ball hinein ins Tor, direkt neben den Pfosten – man hörte es förmlich. Einfach mal nach vorn lief Marian Orlowski vor dem 18:10 (38.), gegen seine Körperpräsenz war der Gegner schlichtweg machtlos.

Plötzlich ganz frei stand Marko Bagaric (39.) vor dem 19:11. Das 20:12 von Marian Orlowski (41.) war fast eine Kopie des 18:10. Dieser Vorsprung der Nettelstedter sollte nicht mehr ernsthaft in Gefahr geraten. Zwischenzeitlich gab Lübeck wieder die 5:1-Defensive auf, es ging zurück in die 6:0. Erst ganz zum Ende versuchten es die Gäste noch mit einer 4:2-Taktik, die allerdings längst zu spät kam. So verwaltete der TuS seinen Vorsprung, büßte gegen Ende den Vorsprung auch noch etwas ein. Das „fiel nun wirklich nicht mehr ins Gewicht“, meinte hernach auch TuS-Trainer Emir Kurtagic. Den TuS-Fans war es erst recht egal, sie feierten ihre Jungs äußerst lautstark.

Was noch erwähnenswert bleibt: Der Hammerwurf von Roman Becvar zum 20:13 (45.). Tatai-Paraden sowieso. Jó Gerrit Genz‘ 23:16 (52.), der Ball noch abgefälscht. Aus seiner Linksaußenposition traf der nun eingewechselte Jan-Eric Speckmann um 24:17. Schon das zweitletzte Tor Nettelstedts war das 25:18 (55.) von Peter Strosack, vom Siebenmeterpunkt aus. Aus dem 25:21 wurde der Endstand von 26:21, als „Valle“ Spohn in der Schlussminute vollendete.

 

Stimmen zum Spiel:

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Wir haben heute Abend einen weiteren Fortschritt gesehen. Die Jungs werden erwachsen. Das Team hat diese Prüfung gegen einen anspruchsvollen Gegner sehr gut bestanden. Wenn wir diesen Weg so weitergehen, machen wir uns mit Selbstvertrauen an die jetzt recht schweren Aufgaben in Essen, gegen Hamm und in Hamburg.“

Piotr Przybecki (VfL Lübeck-Schwartau):„Zuletzt unser Sieg gegen Emsdetten war sehr wichtig. Heute haben wir nicht mehr so gut agiert. Es soll nicht wie eine billige Entschuldigung klingen, aber wir haben Verletzte zu beklagen. Andere haben nicht trainiert, mussten trotzdem spielen. Daher hat uns im Angriff heute Abend oft die Durchschlagskraft gefehlt. Der TuS führt dann mit acht Toren, das kann man dann natürlich nicht mehr aufholen“.

 

Statistik

TuS N-Lübbecke: Tatai (10 P.), Jepsen; Becvar (3), Genz (2), Walczak, Bechtloff (5/1), Gierak, Bagaric (1), Strosack (5/2), Mundus, Spohn (4), Schade, Orlowski (5), Speckmann (1).

VfL Lübeck-Schwartau: Mallwitz, Klockmann (8 P.), Glabisch (3/1), Gonschor, Raguse (2), Potic, Hansen (1), Schult (3), Köhler (2), Schrader (4/3), Kretschmer (1), Claasen, Runarsson, Möller (3), Bruhn (2).

Siebenmeter: 3/4 – 4/4 Bechtloff an Klockmann (44.)

Zeitstrafen: Bagaric (18. + 49.), Strosack (55.), Schade (27.) Speckmann (55.) – Raguse (36.), Brun (48.).

Schiedsrichter: Philipp Dinges / Tobias Schmack

Zuschauer: 1.385 in der Merkur Arena

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