Als Underdog zum Tabellenführer

Die Favoritenrolle zwischen den bisher in der Liga verlustpunktfreien Rhein-Neckar Löwen und dem TuS N-Lübbecke ist eindeutig geklärt: Eilen die Löwen in der Bundesliga von Sieg zu Sieg, konnte der TuS N-Lübbecke zuletzt zwar kämpferisch überzeugen, steht aber nach wie vor mit null Punkten ganz am Tabellenende.

 

Die Stimmungslage rund um den TuS N-Lübbecke ist nicht die allerbeste, was angesichts des letzten Tabellenplatzes und der erneut knappen Niederlage vom vergangenen Wochenende zu Hause gegen Wetzlar kaum verwundert. Trotzdem möchte TuS-Trainer Goran Suton nicht zulassen, dass die missliche Tabellensituation alles bestimmt. „Wir wollen, dass der Erfolg zurückkommt“. Der Coach hat unter der Woche versucht, bei den Spielern „den Kopf wieder frei zu bekommen“. Zwar werde man auch bei den Rhein-Neckar Löwen alles versuchen, doch aufgrund der klaren Favoritenrolle zugunsten der Mannschaft Nikolaj Jacobsens werde es für das Lübbecker Team vor allem darum gehen, „wichtige Impulse zu setzen“, die für die kommenden Spiele noch wichtig sein könnten, so Goran Suton.

TuS-Torhüter Matevz Skok ergänzt, die Mannschaft werde keinesfalls mit einer „weißen Flagge“ im Gepäck anreisen. „Wir werden erneut kämpfen – und das gilt für jedes Spiel, aber auch für jede Trainingseinheit“. „Die ersten Punkte kommen hoffentlich bald“, hofft die Nummer 16, dass dann auch das Selbstvertrauen wieder einkehren könne.
Bevor sich Matevz Skok im Sommer dem TuS anschloss, spielte er in Slowenien beim Top-Club RK Celje Pivovarna Lasko. Dort sei man zwar in der Liga immer eine echte Größe gewesen, doch sei es in der Champions League gegen Kiel, Hamburg oder Flensburg gegangen, „waren wir prompt der Underdog, von daher kenne ich das Gefühl des krassen Außenseiters auch sehr gut“. Mut macht dem Slowenen, dass er mit seinem damaligen Team von Celje auch „als Underdog die Großen der Bundesliga“ schon mal geschlagen hat.