TuS-Siege gegen Aue und Dormagen sind Pflicht

Weihnachten steht vor der Tür. Für die Profihandballer in heutiger Zeit sind die Festtage jedoch schon längst keine Zeit des Müßiggangs mehr. Das Luftholen muss vielmehr auf die Tage knapp vor Silvester und in den Januar-Anfang verlegt werden. Den Handball-Anhänger ist solches auf jeden Fall sehr lieb, so können sie zwei Tage vor und zwei Tage nach Heiligabend Live-Handball genießen. Der TuS N-Lübbecke darf die beiden Male sogar zu Hause ran: In der Merkur-Arena gibt zunächst jetzt Samstag, 22. Dezember, 20 Uhr, der EHV Aue seine Visitenkarte ab, am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, schon um 17 Uhr, folgt der Gastauftritt des TSV Bayer Dormagen.

 

Beim TuS ist – spätestens nach der inzwischen schon fünften Auswärtsniederlage vergangenen Samstag bei Spitzenreiter Coburg – der Tabellenblick weiter nach oben einstweilen tabu. Umso wichtiger ist’s aber, die anstehenden beiden Heimspiele mit je einem doppelten Punktgewinn abzuschließen. Da die anstehenden Gegner in der Tabelle unterhalb der Nettelstedter Mannschaft postiert sind, „stehen wir in der Pflicht, die beiden Partien auch für uns zu entscheiden“, sagte am frühen Nachmittag TuS-Trainer Aaron Ziercke und sein daneben sitzender Mittelmann Kenji Hövels nickte.

Der Coach der Lübbecker sieht beim nächsten Gegner Aue deren Rückraum-Chef Erich Meinhardt als den Mann, „der das Team auf dem Spielfeld führt, die Fäden in der Hand hält“. Das Video-Studium zeige zudem deutlich, so Aaron Ziercke weiter, dass „uns am 22.12. eine groß gewachsene, sehr robuste 6:0-Deckung gegenüberstehen wird“. Auch das Zusammenspiel der Abwehrreihe mit den Torwarten zeige reichlich Qualität beim EHV Aue.

Im Training genieße in der laufenden Woche die Abwehrarbeit besondere Priorität. Denn beim HSC Coburg sei es ja zuallererst die Deckung beim TuS gewesen, die stark geschwächelt habe, nicht zuletzt bedingt durch den Ausfall des hinten längst gut eingespielten Abwehrchefs Marko Bagaric. Gerade in der Defensive müsse man bei den zwei Weihnachtsspielen „besser abschneiden, kompakt stehen und aggressiv arbeiten“, führte Lübbeckes Trainer Aaron Ziercke weiter aus.

Auf einem viel versprechenden Wege der Besserung befindet sich derweil Kenji Hövels. Wegen seines Hexenschusses ist er ja in Coburg nicht zum Einsatz gekommen. Immerhin konnte der etatmäßige Rückraum-Chef der Nettelstedter schon am Dienstag wieder – zeitweise – ins Mannschaftstraining mit eingreifen. Bei den beiden Weihnachtsspielen dabei zu sein, hat sich der Ex-Berliner auf jeden Fall fest vorgenommen. Vollständig den zwickenden Rücken auskurieren, das könne er „in der folgenden kleinen Winterpause ja immer noch“.

Weiter nicht im TuS-Kader stehen wegen ihrer bekannten Beschwerden Marko Bagaric und Marian Orlowski. Es werde bei beiden Spielern noch eine Zeitlang brauchen, bis sie wieder voll einsteigen könnten, ordnet Aaron Ziercke die Dinge realistisch ein. Während Marko Bagaric nach der WM-bedingten Pause zum zweiten Saisonteil Anfang/Mitte Februar wieder mitwirken dürfte, seien Prognosen bei Schulterverletzungen (Orlowski) nur schwer zu wagen. Aaron Ziercke: „Schulter – das ist ätzend. Ich hatte genau dies in meiner Spielerkarriere auch zu ertragen…“ Positiv bei Marian Orlowski sei immerhin, „dass er schon wieder brennt“, sieht der Trainer dies schon mal mit Genugtuung.

Tickets für die beiden “Weihnachtsspiele” gibt es im Ticket-Online-Shop oder am Samstag bzw. Mittwoch ab 90 Minuten vor Anwurf an der Tageskasse der Merkur Arena!

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