TuS nimmt Kampf an und siegt 28:20 über Ferndorf

Einen eher erkämpften als erspielten 28:20(14:11)-Start-Ziel-Sieg landete am Samstagabend der TuS N-Lübbecke gegen den TuS Ferndorf im vierten Spiel der neuen Saison, womit die Rot-Schwarzen jetzt 6:2 Punkte eingefahren haben. Es war ein Start-Ziel-Sieg, weil die Gäste nie besser als mit zwei Treffern Differenz herankamen. Aber es wurde dennoch ein spannendes Match – über weite Strecken der 2. Halbzeit. Legten die Nettelstedter gerade zu Beginn des Spiels sehr gut vor, kämpften sich die Ferndorfer im Laufe der Partie immer besser ins Match, verkürzten stetig, schafften aber nie den Anschlusstreffer. In den Schlussminuten baute der TuS N-Lübbecke die Führung weiter aus und sorgte vom 23:20 (56. Minute) aus noch für den doch eindeutigen 28:20- Endstand.

 

TuS-Trainer Aaron Ziercke begann – wie schon in den vergangenen Spielen – mit Peter Tatai im Tor, Lukasz Gierak, Kenji Hövels und Pontus Zetterman im Rückraum, Nils Torbrügge am Kreis sowie Ramon Tauabo und Tim Remer auf den Außenpositionen. In der Abwehr kam wie gewohnt Piotr Grabarczyk für Kenji Hövels in den Innenblock und auch heute sahen die 1.332 Zuschauer Tim Remer einmal mehr auch als Kreisläufer in Aktion.

Die Nettelstedter Mannschaft startete gut in die Begegnung, führte bis zur 9. Minute 5:0. Auch dank eines wieder einmal gut aufgelegten Peter Tatai, der in der 6. Minute gleich einen Siebenmeter von Julian Schneider parierte. Erst in der 11. Minute gelang den Siegerländern durch einen weiteren Strafwurf von Lucas Schneider der erste Treffer – zum 5:1. Aus einer guten und sicheren Abwehr heraus gelang der TuS-Mannschaft in den ersten 20 Minuten ein richtig gutes Spiel, der Ball lief flüssig und auch die Abwehr verrichtete einen tollen Job. In den letzten sieben Minuten der ersten Hälfte gelang den Ferndorfer allerdings eine fulminante Aufholjagd: mit sechs Toren in Folge vom 14:5 (23.) zum 14:11 (30.), was gleichzeitig den Pausenstand bedeutete, kämpften sich leidenschaftliche Ferndorfer wieder näher an die Nettelstedter heran.

Die zweite Halbzeit begann, der TuS war noch 12 Sekunden in Unterzahl, Pontus Zetterman musste auf der Bank Platz nehmen. Lukas Gierak eröffnete den Torreigen im zweiten Durchgang für die Lübbecker Farben, er traf zum 15:11 (32.). Auch das 16:12 (37.) ließ der Pole folgen. Doch lange noch blieben die Gäste in „Sichtweite“. Auch weil der Ball im Lübbecker Angriffsspiel immer noch nicht so zügig gepasst wurde wie noch bis zur 23. Minute. TuS-Trainer Aaron Ziercke legte in der 41. Minute (beim Spielstand 17:14) die grüne Karte aufs Pult. Nikola Blazicko ersetzte Peter Tatai im Tor und erneut traf Lukasz Gierak zum 18:15 (43.) – dank einer schönen Einzelaktion. Bis zum 22:19 (54.) konnte Ferndorf das Spiel noch recht offen gestalten, dann erhöhten Kenji Hövels und zwei Mal Jens Bechtloff auf 25:20 (58.), womit dann doch die Entscheidung zugunsten Nettelstedts gefallen war. Ferndorfs Trainer Michael Lerscht nahm zwar noch einmal eine Auszeit, doch drei weitere Tore erzielte Nettelstedt-Lübbecke. Noch einmal Jens Bechtloff, Ramon Tauabo mit einem Tempogegenstoß und Tim Remer mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter und seinem insgesamt achten Treffer markierten den 28:20-Endstand.

Fazit: Der TuS N-Lübbecke begann sehr gut, ließ dann aber zu schnell nach – wohl auch im Gefühl eines sicheren Sieges – und Ferndorf ins Match zurückkommen. Im letzten Drittel der ersten Halbzeit gelang den Ziercke-Schützlingen nur wenig bzw. ab der 23. Minute gar kein Treffer bis zur Pause mehr. In der zweiten Halbzeit nahm der TuS N-L den Kampf an und gewann schließlich sogar verdient, wenn auch um drei bis vier Treffer zu hoch.

 

Stimmen zum Spiel:

Michael Lerscht (TuS Ferndorf): „Glückwunsch an Aaron und seine Mannschaft für die zwei Punkte zu Hause. Wir haben heute ein interessantes Spiel gesehen. Wir laufen im gesamten Spiel den klaren Rückständen in der Anfangsphase hinterher. Wir wollten hier herkommen, um die Punkte zu erkämpfen. Den siebten Feldspieler im Angriff – über recht lange Zeit – das werde ich auch in Zukunft weiter praktizieren. Wir sind dann besser ins Match gekommen, haben die Zweikämpfe angenommen und wenn wir die zwei Überzahlbälle zum Ende der ersten Halbzeit nicht liegen gelassen hätten, hätten wir auf „-1“ verkürzen und so noch mehr Druck aufbauen können. Meine Mannschaft hat heute einen tollen Kampf geliefert, Gratulation, dass sie den Kopf immer oben behalten hat und sich in der Abwehr so toll engagiert hat. Das war geil.”

Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke): „Danke an Michael für die Glückwünsche! Bis zum 12:3 haben wir eine gute Abwehr gespielt, seitwärts gut verschoben und Überzahlsituationen erzwungen. Vor der Halbzeit kassieren wir dann einen 0:6-Lauf… Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass Ferndorf dafür bekannt ist, nie aufzugeben. Wir sind also in eine Schwächephase geraten und es ist ein Kampfspiel geworden, diesen Kampf haben wir aber sehr gut angenommen. Am Ende ist der Sieg mit 8 Toren Unterschied gewiss zu hoch ausgefallen. Wir haben gezeigt, dass wir gut verteidigen können, dürfen das Spiel aber nicht so früh abhaken, im Glauben, wir hätten längst gewonnen… Mein Trainerkollege ist mit seiner Mannschaft heute zufrieden. Ich bin mit meiner – zum Teil – zufrieden.“

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Tatai; Genz, Kaleb, Bechtloff (4), Grabarczyk, Gierak (4), Tauabo (2), Gruszka, Torbrügge (2), Zetterman (6/4), Hövels (2), Remer (8/2).

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Puhl; John (n.e.); Paladin, Schneider (6/4), Michel (2), Bettig (4), Neuteboom, Volentics (2), Schneider, Kastening (1), Mestrum (1), Sartisson, Baumgärtner (4/1).

Zeitstrafen: 5 –4 Tauabo (13.), Grabarczyk (24.), Zetterman (29.), Torbrügge (33.), Gierak (54.) – Kastening (17.), Schneider, J. (37. + 57.), Schneider, L. (47.)

Siebenmeter: 6/7 – 5/7 Zetterman an Rottschäfer (47.) – J. Schneider an Tatai (6.), L. Schneider an Tatai (23.)

Schiedsrichter: Patrick Arndt / Christian Kobilke

Zuschauer: 1.332

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