TuS im Saison-Endspurt: 40 Minuten von Berlin als Muster für Flensburg

Was der Mannschaft des TuS N-Lübbecke am Donnerstagabend in Berlin knapp 40 Minuten lang sehr gut gelungen war, nämlich dem eigentlich übermächtigen Gegner auf Augenhöhe zu begegnen, soll auch als „Muster für die Partie am Sonntag gegen Flensburg dienen“, sagte Nettelstedts Trainer Aaron Ziercke am Freitagmittag bei der Pressekonferenz zum kommenden Spiel in der TuS-Geschäftsstelle. Leichter werde die Aufgabe gegen die Nordlichter trotz des lange Zeit starken Auftritts der Lübbecker bei den Füchsen Berlin freilich nicht, nachdem die überraschende Niederlage der Rhein-Neckar Löwen am Donnerstag den Flensburgern die Tabellenführung gebracht hat. Wer sich an diesem Sonntagmittag, 27. Mai (Anwurf 12.30 Uhr), in die hiesige Merkur Arena aufmacht, wird eines auf jeden Fall erleben: Meisterschafts- und Abstiegskampf in einem Match vereint.

 

Ein doppelter Punktgewinn des TuS am Sonntag wäre eine Sensation, daher ordnet der TuS-Trainer das Ganze auch realistisch ein: „Wir müssen die Dinge, die wir leisten können, komplett auf die Platte bringen. Sowie lange Zeit in Berlin: Leistung abrufen und Stabilität zeigen, diszipliniert auftreten.“ Dann könne man gewiss „mit einem positiven Gefühl da rausgehen – für das Saisonfinale am 3. Juni in Lemgo“, so Aaron Ziercke. Der Coach und auch seine Schützlinge wissen nur zu gut, wie rasch und bedingungslos Flensburg-Handewitt Fehler des TuS bestrafen würde. Seien es die schnellen Außen, seien es Kontertore, „die können mit einem Wahnsinns-Tempo spielen“, so Ziercke.

Ante Kaleb, der diesmal als Spieler seinen Trainer zum Pressegespräch begleitete, stellt nach Journalisten-Nachfrage heraus, dass er „sehr gern“ den vorgezogenen Part in einer 5:1-Deckung spiele. Nicht selten stelle dies gegnerische Teams vor Probleme, „gerade in Deutschland, wo ja doch oft mit der 6:0-Variante“ agiert werde. Was nun aber immer Aaron Ziercke vorgebe, „klar ist uns Spielern vor allen Dingen, dass wir aus den verbliebenen zwei Spielen gegen Flensburg und in Lemgo zwei Pluspunkte benötigen“.

Aaron Ziercke lobte am Freitagmittag, dass „Ante ein gutes Spielverständnis für die 5:1-Deckung“ mitbringe. Ante Kaleb wisse, „zu welcher Seite er verdichtet, um dem Gegner viel Schwung zu nehmen“. Oft blieben „denen dann nur noch ein bis zwei Passmöglichkeiten oder sie werden gezwungen ins 1:1 zu gehen“. Auch die weiteren TuS-Spieler müssten aber dann „alles besonders gut im Auge haben, rasch antizipieren“.

Direkt nach Schlusspfiff am Sonntag werden die zum Saisonabschluss ausscheidenden sieben TuS-Spieler sowie Physiotherapeut Patrick Heuer von den Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke feierlich geehrt und verabschiedet. Dem TuS ade sagen Ante Kaleb, Nils Torbrügge, Piotr Grabarczyk, Pontus Zetterman, René Gruszka, Tim Remer und Jan Weseman.

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