TuS am Freitagabend in Konstanz: „Den Kampf unbedingt annehmen“

Zwei Wochen nach dem Unentschieden in Dormagen und acht Tage nach der Länderspielpause freut sich der TuS N-Lübbecke auf seine nächste Partie, auch wenn für den Busweg zur HSG Konstanz annähernd 700 Kilometer zurückzulegen sind. Daher gehen Coach Emir Kurtagic, seine Jungs und der Betreuerstab bereits am Donnerstag auf die lange Dienstreise. Anpfiff am Bodensee wird an diesem Freitag, 13. November, um 20 Uhr, sein.

 

Dem TuS ergehe es so, wie manch anderen Teams der 2. Handball-Bundesliga auch, dass nämlich der Spiele-Rhythmus fehle, immer nur Training sei „auch nicht erfüllend, wir wollen wieder regelmäßiger auf die Platte“, so TuS-Trainer Emir Kurtagic. Ganz einfach um zu zeigen, wie weit die Entwicklung der Mannschaft möglicherweise schon fortgeschritten sei. Auch wenn coronabedingte Unterbrechungen – „Gesundheit first“ – verständlich und notwendig seien.

Die neuerliche zweiwöchige Pause habe auch viel Gutes gebracht. „Wir haben die Zeit prima genutzt, konnten u.a. viele taktische Aspekte berücksichtigen und einüben, ohne Druck arbeiten.“ Die Jungs hätten sich bestens eingebracht, die Tage sinnvoll genutzt. Dazu habe auch gehört, das vergangene Wochenende zum Regenerieren verbracht zu haben. Die Zeit jetzt am Freitag tagsüber werde man dann schon am Zielort fürs Videostudium und einen Spaziergang in der frischen Herbst-Luft nutzen. Der Fokus gehöre dann endgültig den 60 Minuten am Abend, wo man „mit Tempo und Konzentration für zwei Punkte“ arbeiten wolle. Von dem bekanntlich länger verletzten Florian Baumgärtner abgesehen, kann der TuS am Bodensee mit seinem stärksten Kader ins Geschehen eingreifen. Das war jedenfalls der Stand am frühen Mittwochnachmittag.

Die HSG Konstanz, so Emir Kurtagic, stelle eine „eingespielte Truppe dar, die zudem mit Kreisläufer Markus Dangers und Rückraumspieler Peter Schramm zwei klasse Neuzugänge aus der Schweiz aufweisen kann“. Den Gegner am Freitagabend dürfe man keineswegs an seinen bisher 2:6 Punkten messen, wie sich – auch für sein Team – „ein Blick auf die Tabelle derzeit sowieso noch verbietet“, weil diese noch nicht wirklich aufschlussreich sei. Selbstbewusst und zuversichtlich gehe der TuS dennoch in diese kommende Partie.

Tom Skroblien hat mit seinem ehemaligen Klub TUSEM Essen einen Sieg, aber auch schon eine knappe Niederlage in Konstanz erlebt. Nach der gewonnenen Partie sei die Heimfahrt „trotz des weiten Rückwegs natürlich eher vergnüglich gewesen“, schmunzelte der Linksaußen am Mittwoch beim Pressegespräch in der „Wiehen-Therme“ in Hüllhorst. Eine gut gelaunte Rückreise wünscht sich Tom Skroblien selbstverständlich auch diesmal. Aber: „Uns erwartet ein echter Kampf, den wir unbedingt annehmen müssen.“ Die bisherigen drei Spiele der neu formierten TuS-Mannschaft seien schon ein Spiegelbild dieser Liga, „in der jeder jeden schlagen kann“. Selbst beim Sieg in Eisenach habe es eine kurze schlechtere Phase für den TuS gegeben. Wer nahezu komplett in einem Spiel sein Können abrufe, werde „dann aber meist belohnt“.

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