„Ohne Drei“ muss der TuS in Coburg improvisieren

„Ohne Drei, Spiel Vier“ heißt es dann und wann beim Skat, bevor die Partie beginnt. Dieses Kartenspiel hat TuS N-Lübbeckes Trainer Aaron Ziercke im Moment wohl kaum vor Augen, aber „Ohne Drei“ ist die Ausgangslage auch für ihn und seine Jungs vor dem Anpfiff der nächsten schweren Aufgabe an diesem Samstag, 15. Dezember, 19.30 Uhr, beim Spitzenreiter HSC 2000 Coburg. Denn Nettelstedt-Lübbecke wird definitiv ohne Marian Orlowski und Marko Bagaric sowie aller Voraussicht nach auch ohne Kenji Hövels (Hexenschuss seit Dienstag) dort antreten müssen. Und zu allem Überfluss hat dann auch noch Jó Gerrit Genz über Fieber geklagt, sollte aber am Samstag wieder fit sein, so hoffen alle.

 

„Nun müssen es die verbliebenen Spieler richten. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schultern können“, gibt sich der Lübbecker Trainer trotz allem optimistisch. Eine Favoritenrolle würden seine Jungs dieses Mal gewiss nicht einnehmen, „ein gutes Ergebnis zu erzielen“ müsse Ziel sein. Keine Frage, man werde „vorn wie hinten improvisieren müssen“, Spieler auf für sie fremden Positionen ihr Bestes versuchen. Und auch sonst von Gewohntem abrücken sei angesagt, „vielleicht unsere Deckung offensiver ausrichten“, so Aaron Ziercke.

Fünf Punkte Abstand auf den Tabellenführer, gegen den man am Wochenende direkt antritt – das Spielergebnis Coburg gegen Lübbecke ist bestimmt schon sehr richtungsweisend für den weiteren Verlauf dieser Saison. „Ja, das ist einfach Fakt“, sagt der TuS-Coach, um gleichzeitig wiederholt zu betonen, dass der Fokus immer zunächst auf die eigene Leistung gerichtet sein soll und weniger auf Rang und Punkteabstände im Klassement. „Einfach wird das in Coburg nicht“, aber die Jungs wollten alles geben, spielerisch gut sein sowie immens kämpfen und keinesfalls irgendwann „die weiße Fahne aufziehen“.

Der HSC 2000 Coburg stehe ganz zurecht so gut da. „Sie machen bisher recht wenig falsch, spielen konzentriert und diszipliniert“. Mehrfach lobte Aaron Ziercke beim Pressegespräch am Donnerstagnachmittag in der TuS-Geschäftsstelle auch die Abwehr des nächsten Gegners mit „ihrem starken Torwart Jan Kulhanek“. Coburg liefere bisher eine stabile Saison ab und verfüge über eine Vielzahl echter Größen, „nicht zuletzt auch im Rückraum“.

Jan-Eric „Specki“ Speckmann, der seinen Coach zum Pressegespräch begleitete, verdeutlichte, er und seine Kameraden wüssten sehr um die besondere Bedeutung der Partie in Coburg, übertrieben bange sei man aber keineswegs. Immerhin seien auch in der Rückrunde viele Partien erst noch zu spielen. „Der ein oder andere Fehler – gerade auch in Schlussphasen – hat mit dazu geführt, dass wir derzeit nicht besser platziert sind“. Natürlich „hatten wir uns alle mehr vorgenommen“ in dieser Saison. Für ihn selbst sei „die Unterstützung von der Bank genauso wichtig wie auch auf der Platte seinen Job möglichst gut zu machen“. Insofern sei es kein Problem für ihn, auch mal weniger Spielanteile zu bekommen. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass „Specki“ aufgrund des nun recht stark dezimierten Kaders, in Coburg wieder seine Chance auf dem Spielfeld erhält.

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