Mit dezimiertem Kader lange Anreise nach Stuttgart – Und trotzdem: „60 Minuten lang alles ausblenden!“

Gute Erinnerungen verbindet der TuS N-Lübbecke mit seinem kommenden Gegner TVB Stuttgart. Am 9. Dezember war’s, als die Rothemden in einem Donnerstagabendspiel in der Merkur Arena 27:23 gewannen. Was da noch niemand ahnen konnte: Es blieb bis zum heutigen Tag der letzte Sieg in der laufenden Bundesliga-Saison. Und die Ausgangslage ist auch jetzt am Donnerstag, 2. Juni, 19.05 Uhr, für die Kurtagic-Schützlinge mehr als bescheiden. Die Verletzungsmisere hat sich noch einmal ausgeweitet. Oft nur 9 Spieler waren es zuletzt nur noch beim Training. Optimale Vorbereitung sieht anders aus. Von diesen widrigen Umständen abgesehen, soll Stress ganz geringgehalten werden, weswegen sich der TuS-Tross bereits am Mittwoch auf die 515 Kilometer lange Wegstrecke in die baden-württembergische Landeshauptstadt aufmacht.

 

Was die Leistungsstärke betrifft, ist Stuttgart sicher eher ein Kaliber für den TuS, anders als zuletzt zum Beispiel Kiel oder Magdeburg. „Ich denke, wir werden unsere Chancen bekommen“, mutmaßte Dienstagmittag TuS-Trainer Emir Kurtagic, um gleich aber über die vielen Verletzen beim Nettelstedter Team berichten zu müssen. Es sei davon auszugehen, dass die Dienstreise in den Süden nur mit stark dezimiertem Kader angetreten werden kann.

Die Einzelheiten aus dem Lazarett (Reihenfolge willkürlich): Tom Wolf wird nicht im Kader sein (die Achillessehne bereitet Probleme), Tin Kontrec hat einen gebrochenen Finger (die Saison ist für ihn wohl gelaufen), der Einsatz von Luka Mrakovcic ist fraglich (Knie), ebenso noch nicht klar ist die Situation bei Leos Petrovsky (Zeh), dazu kommen die bekannten Fälle Dominik Ebner, „Valle“ Spohn, Lutz Heiny, Jan-Eric Speckmann. Auch Harvard Asheim und Rennosuke Tokuda waren nicht bei allen jüngsten Trainingseinheiten dabei. Entwarnung dagegen – immerhin – gibt es bei Peter Strosack.

„Das ist keine schöne Zeit im Moment“, sagt Coach Emir Kurtagic, man habe sich das alles wirklich anders gewünscht. Andererseits brächte auch dies alles Erfahrungswerte für die Jungs, „wenn auch alles mit Leiden verbunden“ sei. Dennoch müsse alles am Donnerstag in Stuttgart „60 Minuten lang ausgeblendet werden“. Und der Trainer ist sicher, dass Motivation und Verantwortungsbewusstsein bei allen sehr präsent seien. Aber würden die Spieler nicht doch auch langsam müde, so kam die Frage bei der Pressekonferenz am Dienstagmittag. Emir Kurtagic räumte ein, dass das natürlich nicht ausbleibe, wenn so viele Spieler aufgrund der personellen Engpässe „Abwehr und Angriff durchspielen müssen“.

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