Magdeburg verdient im Viertelfinale

Viele Tore auf beiden Seiten bekamen die Zuschauer am Mittwochabend in der Merkur Arena beim DHB-Pokal-Achtelfinale des TuS N-Lübbecke gegen den SC Magdeburg zu sehen. Bereits nach 30 Minuten stand es 20:15 für den SCM. Leider konnte sich der TuS in der zweiten Halbzeit nicht noch einmal entschieden heran kämpfen, sodass die Mannschaft Goran Sutons in eine verdiente 34:39-Niederlage einwilligen musste.

 

Ähnlich wie beim Punktspiel am 2. Liga-Spieltag Ende August legte der SC Magdeburg los wie die Feuerwehr und führte bis zur 6. Minute bereits mit 5:1, den bis dahin einzigen TuS-Treffer markierte Bobby Schagen zum 1:0. Doch die Rot-Schwarzen gaben nicht auf, kämpften sich in die Partie und verkürzten mit drei Toren in Folge durch Bobby Schagen, Tim Remer und Vuko Borozan auf 5:7 (11. Min.). Wie in einem Wechselbad der Gefühle zog der SCM wieder davon, doch der tapfer dagegen haltende TuS ließ sich nicht abschütteln und markierte mit dem 11:12 durch Vuk Lazovic den Anschlusstreffer (21.). Erneut erhöhte der SCM das Tempo und zwang unseren Trainer Goran Suton zur ersten Auszeit des Spiels. Diese brachte allerdings nicht die erhoffte Wirkung mit sich und somit ging unser Team mit einem 15:20-Rückstand in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte begann Nikola Blazicko für Matevz Skok im Tor, parallel dazu dasselbe Wechsel-Spielchen bei Magdeburg, Dario Quenstedt wich mit dem Wiederanpfiff, um Platz für Jannik Green zu machen. Die TuS-Torhüter sollten an diesem Abend nicht die entscheidenden Impulse gegen die starken Bördeländer für ihre Farben geben können, denn auch im zweiten Durchgang begann Magdeburg im Angriffsspiel überzeugend und SCM-Torwart Jannik Green unterstütze seine Vorderleute ein ums andere Mal, sodass ein Ausbau der Führung für die Gäste leider die Konsequenz für die Suton-Schützlinge bedeutete. Bis zur 41. Minute und der zweiten Auszeit des TuS-Trainers setzte sich der SCM immer weiter ab. Ab der 45. Minute versuchte es der TuS gegen die SCM-Abwehr mit einer 5:1-Deckung (Tim Remer vorgezogen), doch auch diese Variante vermochte der Partie keine Wendung mehr zu geben. Bis zum Abpfiff bestimmten Gegenstöße auf beiden Seiten das Geschehen und der SCM brachte das Ganze mit 39:34 (bei 38:30-Führung dreieinhalb Minuten vor dem Ende) sehr sicher nach Hause.

Für den TuS bestätigte sich der Aufwärtstrend aus dem Leipzig-Spiel (24:24) vier Tage zuvor leider nicht. Positiv, dass im Angriff so viele Treffer zustande kamen, Vuko Borozan 8 Treffer gelangen und Benjamin Herth alle 5 Siebenmeter ganz cool einnetzte. Andererseits bestätigte sich einmal mehr, dass Spiele in der Abwehr gewonnen werden… Fassen wir zusammen: Bringen wir die Angriffsleistung von Mittwochabend und wiederholen die Abwehrleistung vom vergangenen Samstag beim Spiel gegen den SC DHfK Leipzig, ist beim TVB Stuttgart am Samstag auch der erste doppelte Punktgewinn in der Liga durchaus möglich.

 

Stimmen zum Spiel:

Geir Sveinsson (SC Magdeburg): „Ein Pokalspiel ist immer ein >Alles oder Nichts-Spiel< und wir wollten unbedingt weiterkommen, deswegen haben wir uns auch sehr intensiv vorbereitet. Insgesamt haben wir vorne ein gutes Spiel gemacht, jedoch mit der Deckung konnte ich nicht zufrieden sein. Wichtig ist mir aber letztlich nur – wie erwähnt –, dass wir im Wettbewerb geblieben sind.“

Goran Suton (TuS N-Lübbecke): „Im Angriff haben wir einige Sachen besser gemacht als zuletzt. Leider konnten wir in Sachen Aggressivität in der Abwehr nicht an die gute Leistung aus dem Leipzig-Spiel anknüpfen. Nach Fehlwürfen haben wie zu viele Gegentore aus der zweiten Welle bekommen, darum sind wir auch mit einem 5-Tore-Rückstand in die Halbzeit gegangen. Die Niederlage geht in Ordnung. Am kommenden Samstag in Stuttgart werden wir uns besser präsentieren.“
 

Statistik

TuS N-Lübbecke: Blazicko; Skok; Herth (5/5); Langhans (3); Tauabo (2); Pieczkowski (1); Lazovic (2); Suton (3); Schagen (4); Schöngarth (4); Borozan (8); Klimek; Remer (2).

SC Magdeburg: Green; Quenstedt; Musche (4); van Olphen (6); Natek (3); Bagersted (3); Haaß; Bezjak (5); M. Gebala; Weber (12/3); Saul (n.e.); Sohmann (n.e.); Damgaard (5); Lemke (1).

Zeitstrafen: 3-2 Lazovic (23.), Langhans (30. + 32.) – Lemke (27.), Natek (42.)

Siebenmeter: 5/5 -4/3 Weber an Blazicko

Schiedsrichter: vom Dorff / vom Dorff

Zuschauer: 848

Spielfilm:
1:0 (1.), 1:2 (2.), 1:4 (4.), 1:5 (5.), 1:6 (6.), 2:6 (7.), 3:7 (8.), 4:7 (9.), 5:8 (10.), 5:9 (11.), 6:9 (12.), 7:10 (14.), 8:11 (17.), 9:12 (18.), 11:12 (20.), 11:14 (21.), 12:15 (23.), 12:16 (24.), 13:17 (26.), 14:17 (27.), 14:19 (28.), 15:20 (HZ), 16:21 (32.), 16:22 (33.), 17:22 (35.), 17:23 (36.), 18:24 (38.), 19:25 (40.), 20:26 (41.), 20:28 (42.), 21:29 (43.), 22:29 (44.), 23:30 (46.), 24:31 (47.), 24:32 (48.), 25:32 (48.), 25:33 (49.), 26:34 (50.), 27:35 (51.), 28:36 (53.), 29:37 (54.), 30:37 (55.), 30:38 (56.), 31:38 (57.), 33:38 (58.), 34:39 (EN)

  • Tim Suton
  • Niclas Pieczkowski, Vuk Lazovic und Bobby Schagen
  • Vuko Borozan
  • Vuk Lazovic