In Flensburg ordentliche Leistung abrufen

18 Tage sind vergangen seit der jüngsten Bundesligapartie daheim gegen Eisenach. Nach dieser recht langen Spielpause kommt es am Donnerstag, 19 Uhr, zur nächsten schweren Aufgabe für den TuS N-Lübbecke – bei der SG Flensburg-Handewitt in der Flens-Arena. Grund für diese ungewöhnliche Donnerstag-Ansetzung ist der Viertelfinaleinzug der SG in der Champions League. Gegen den Tabellenzweiten der DKB-Handball-Bundesliga (24 Spiele, 40:8 Punkte) sollte es für den TuS vor allem um einen soliden Auftritt gehen, der dem TuS-Team Mut und Kraft für das kommende wichtige Heimspiel gegen den TVB Stuttgart am Samstag in einer Woche geben könnte. Eine ordentliche Leistung rief der TuS schon beim Hinspiel gegen Flensburg ab, trotz der 19:25-Niederlage am 12. Dezember.

 

Elf Spieler waren bei der SG Flensburg-Handewitt jüngst für ihre Nationalmannschaften im Einsatz, fehlten also im Vereinstraining. Beim TuS waren Matevz Skok, Tim Suton, Bobby Schagen und Vuko Borozan entsprechend auf Länderspielreisen unterwegs. „Für uns ist es ein großer Verlust im Training, wenn wir Nationalspieler abstellen müssen, denn sie sind allesamt Leistungsträger“, für Flensburg hingegen seien die Nationalmannschaftstermine weit mehr Routine, so TuS-Trainer Goran Perkovac im Vorfeld der Partie im hohen Norden. „Ein ordentliches Spiel“ möchten TuS-Trainer und Spieler abliefern. Wobei Linksaußen Tim Remer aufgrund seiner Leistenbeschwerden im Training pausieren musste und auch sein Einsatz in Flensburg sehr fraglich erscheint.

Sehr zufrieden ist Goran Perkovac über die Flensburger Spielansetzung bereits jetzt Mitte April und nicht – wie zwischenzeitlich geplant – erst im Mai, so bestehe die Möglichkeit, vor dem Spiel gegen den TVB Stuttgart wieder in einen ordentlichen Spielrhythmus zu kommen. Gute Nachrichten verkündete der Trainer auf der obligatorischen Pressekonferenz am Mittwochmittag in der TuS-Geschäftsstelle in Bezug auf Vuko Borozan. Der Montenegriner habe wieder voll mit der Mannschaft trainieren können und werde seine zahlreichen Wurfvarianten gegen Flensburg-Handewitt wieder zeigen können. Mit Vuko Borozan sei man variabler im Angriff, auch mit mehr Würfen aus neun Metern.

Die TuS-Mannschaft habe zuletzt mit viel Spaß trainiert, auch die gemeinsame Einheit mit dem ASV Hamm sei eine willkommene Abwechslung gewesen. Der Trainingsalltag sei dadurch zusätzlich aufgewertet gewesen. Das TuS-Team freue sich auf die Aufgabe beim Champions League- Viertelfinalisten. „Gut dagegen halten, unser Potenzial komplett abrufen, dann ist eine gutes Ergebnis für uns machbar“, ordnet unser Trainer die Begegnung ein. „60 Minuten vollen Einsatz zeigen“ fordert Goran von seiner Sieben auf der Platte, „und der SG einfach alles abverlangen“.

Für unseren Winter-Neuzugang Pontus Zetterman, der sich inzwischen sehr gut eingelebt hat und seine Deutschkenntnisse stetig verbessert, liegt der größte Unterschied im Vergleich zur schwedischen Liga in wohl jedem einzelnen Spieler der deutschen Bundesliga. Die Handballer in der deutschen Liga seien allermeist psychisch und physisch deutlich stärker einzuschätzen, so Pontus Zetterman, der seinen Coach zum Pressegespräch begleitet hatte. Die Lübbecker Nummer 27 sieht sein Engagement für den TuS „als riesengroße Chance, mich in der stärksten Liga der Welt zu beweisen“.

Wer die TuS-Mannschaft nicht nach Flensburg begleiten kann, hat Gelegenheit, im TuS-Live-Ticker das Geschehen intensiv zu verfolgen.