Rückschlag zum Jahresende: 25:29-Niederlage in Rostock

Das letzte Spiel des Jahres verlor der TuS N-Lübbecke am Freitagabend mit 25:29 beim HC Empor Rostock. Nach einem guten Beginn schlichen sich Fehler ins TuS-Spiel ein und Rostock schaffte Ausgleich und Führung. Nach dem 12:12 zur Halbzeit gelang es der Nettelstedter Mannschaft leider nicht, sich in der mit 2.350 Zuschauern sehr gut gefüllten Stadthalle Rostock abzusetzen. Im Gegenteil, sie gerät erneut in Rückstand und lief diesem bis zur Schlusssirene hinterher. Damit steht der Zweitplatzierte TV Hüttenberg (28:6 Punkte) nach Minuspunkten im Moment schon besser da als die Ziercke-Schützlinge (29:7 Zähler), die aktuell aber Tabellenführer bleiben. Hüttenberg empfängt am 2. Weihnachtsfeiertag (Montag, 26. Dezember) die DJK Rimpar Wölfe und stünde im Falle eines Sieges ganz oben.

 

Der TuS kam am Freitagabend allerdings gut ins Match. So auch Pontus Zetterman, dessen Vertragsverlängerung heute publik gemacht wurde. Er warf das 1:0 und den Siebenmeter zum 2:1. Das Tabellenschlusslicht aus Rostock wollte sich vor den eigenen Fans jedoch möglichst keine Blöße geben und konnte bis zum 3:3 (7. Minute) durch Julius Heil stets ausgleichen. Beim 5:3 (12., Zetterman) und 6:4 (13.) durch Tim Remer hatten sich die Ziercke-Truppe jeweils eine Zwei-Tore-Führung erarbeitet, die Rostock aber zunächst wieder zum 6:6 (14.) egalisieren konnte. Zwei technische Fehler der TuS-Mannschaft machten es Rostock nicht schwer, mit 8:6 in Führung zu gehen (19.) und Lübbeckes Trainer Aaron Ziercke nahm die erste Auszeit. Lukasz Gierak sorgte direkt für den erneuten Anschluss. Beim 9:9 (26.) und 10:10 (30.) gelang Nils Torbrügge zweimal der Ausgleich für den TuS, doch legte Rostock zweimal vor bis zu seiner 11:10-Führung. Jó Gerrit Genz beim 11:11 (30.) und nach abgefangenen Ball Kenji Hövels zur 12:11-Führung (30.) – dies waren die nächsten Tore. Rostocks Trainer Hans-Georg Jaunich nahm 9 Sekunden vor der Pause seine erste Auszeit und Florian Zemlin brachte den letzten Ball noch im TuS-Tor zum 12:12-Halbzeitstand unter.

Nach Wiederbeginn konnte das TuS-Team erneut durch einen verwandelten Siebenmeter von Tim Remer in Führung gehen, das 13:12 war allerdings die letzte an diesem Abend. Nach dem 14:14 durch Nils Torbrügge (40.) gelang es dem HC Empor, sich zunächst auf zwei Tore abzusetzen und diesen Vorsprung vom 16:14 (40.) bis zum 20:18 (45.) so beizubehalten. Stets kam der TuS zwischendurch auf ein Tor heran, mehr war’s heute nicht. Der Torwartwechsel von Peter Tatai auf Nikola Blazicko (46.) brachte leider auch keine Wende mehr. Rostock spielte erstaunlich abgeklärt im Angriff und Florian Zemlin schaffte in der 48. Minute beim 23:19 die ersten Vier-Tore-Führung der Hausherren. In der 54. Minute nahm TuS-Coach Aaron Ziercke noch einmal eine Auszeit und Kenji Hövels traf daraufhin zum 22:25-Anschluss (53.). Beim 25:27 durch René Gruszka knapp drei Minuten vor Schluss keimte im TuS-Lager nochmals ein klein wenig Hoffnung auf. Leider vergeblich – Justus Heil und Florian Zemlin sorgten in der Schlussminute noch für die Rostocker Treffer zum 28:25 und 29:25! Zudem sah Nils Torbrügge 38 Sekunden vor dem Ende für den TuS noch die Rote Karte.

 

Stimme zum Spiel:

Aaron Ziercke (TuS N-LÜbbecke): „Heute ist ziemlich viel schief gelaufen. Über unser Auftreten bin ich enttäuscht und traurig. Gleichzeitig mache ich Rostock für ihren Kampfgeist und Leidenschaft ein Kompliment, so wie sie das das Spiel über durchgezogen haben. Trotz alledem haben wir eine gute Hinrunde gespielt. Auch Niederlagen gehören zum Sport dazu und diese müssen wir akzeptieren. Wir sollten jetzt aus diesem Erlebnis genug Energie für die Rückrunde schöpfen und die Dinge, die heute nicht so gut waren, besser machen.“

 

Statistik:

HC Empor Rostock: Malitz, Porath, Meuser (7),Iliopoulos (1), Heil (2), Schütze, Jaeger (3), Födl (2), Glodschmidt, Papadopoulos (7/3), Lux (1), Zemlin (4), Trupp (2).

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Tatai; Genz (1), Kaleb (3), Bechtloff, Grabarczyk, Gierak (1), Tauabo (1), Gruszka (2), Torbrügge (3), Zetterman (6/3), Hövels (5), Remer (3/1).

Siebenmeter: 3/3 – 4/7 Zetterman an Malitz (24.), Remer an Malitz (35.), Zetterman an Porath (45.)

Zeitstrafen: 3 / 4 Flödl (24.), Zemlin (50.), Heil (59.) – Grabarczyk (33. + 40.), Kaleb (42.), Tauabo (52.)

Disqualifikation: Torbrügge (60.)

Schiedsrichter: Borchardt / Gruse

Zuschauer: 2.350

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