Wie in Aue: Gegner macht Fehler – TuS attackiert zurück und siegt!

Dieser Freitagabend hat in der 2. Handball-Bundesliga klar gemacht, dass nun endgültig ein Dreikampf um die beiden Aufstiegsplätze entbrannt ist. Denn aufgrund der fast zeitgleichen Partie in Hamburg zwischen dem dortigen Spitzenreiter und Lübeck-Schwartau (28:28) und dem 32:25 (15:12)-Heimspiel-Erfolg des TuS N-Lübbecke in der Merkur Arena über den TV Hüttenberg haben die Kurtagic-Schützlinge nach Pluspunkten (Hamburg und Nettelstedt beide 40) bereits aufgeschlossen. Für den Sieg über Hüttenberg musste das TuS-Team knapp 40 Minuten lang erst einmal recht hart erarbeiten, ganz so wie es der Trainer auch erwartet hatte. Dann misslangen dem Gegner – wie schon vor fünf Tagen dem Team aus Aue – ein paar Fehler zu viel und Nettelstedt-Lübbecke zog vorentscheidend davon. So darf es weitergehen, am kommenden Samstag dann beim Favoritenschreck Fürstenfeldbruck.

 

Zum Spielverlauf in den ersten 30 Minuten lässt sich zunächst festhalten, dass dank eines ersten Zwischenspurts der Gastgeber aus dem 2:2 (3. Minute) ein 5:2 (8.) wurde, als Peter Strosack im Nachwurf traf. Nach 4 Minuten hatte TuS-Torwart „Joschi“ Rezar bereits einen Siebenmeter Hüttenbergs „gefangen“. Beim 6:6 (14.) und 9:9 (20.) glich Hüttenberg noch zweimal aus. Per Kempa zum 10:9 (21.) und im Tempogegenstoß mit dem 11:9 (22.) begeisterte Jan-Erick Speckmann, der am Ende aus 6 Würfen auch 6 Tore machte, dazu riss er auch noch einen Siebenmeter. Zudem halfen zwei weitere Rezar-Paraden, dass Lübbecke bei Halbzeit (15:12) mit drei Toren in Front lag.

Die zweite Spielhälfte lief bis zum 19:16 noch recht ausgeglichen (38.). Ein Bruch im Spiel des Gegners passierte genau jetzt, wie schon vor einer Woche bei Aue waren es die Minuten 38 bis 41, in denen Nettelstedt schon so gut wie auf die Siegerstraße geriet. Nach Dominik Ebners 20:16 (39.) per Aufsetzer, parierte Aljosa Rezar und der folgende Tempogegenstoß brachte das 21:16 (40.) durch – na wenn wohl… – „Specki“ Speckmann. Als nach einem weiteren Ballverlust der Gäste schon wieder Jan-Eric Speckmann in der ersten Welle einnetzte, 22:16 (41.), konnte es nur eine Hüttenberger Auszeit geben.

Ab der 55. Minute (vorher schon bei einem Siebenmeter) griff der erst am Nachmittag endgültig verpflichtete neue slowenische TuS-Torwart Martic Gercar richtig ins Geschehen ein und es gab auch bereits die erste Parade für den neuen Arbeitgeber zu notieren. Ein verwandelter Siebenmeter von Tom Skroblien (einer von fünfen – alle ins Ziel) war der letzte Lübbecker Treffer des Abends (zum 32:24, 59. Minute). Jan-Eric Speckmann war nach der Partie – wie alle – superglücklich über diesen Handball-Abend. 6 Tore aus 6 Versuchen, aber dies kein Grund für den TuS-Linksaußen, abzuheben: „Ganz egal, wer die Tore macht! Wir haben einfach vorn oft sehr geduldig agiert. Das war besonders wichtig. Als Hüttenberg auch nur ein klein wenig nachließ, haben wir die Sache dann recht konsequent durchgezogen!“ Lübbeckes Sportlicher Leiter Rolf Hermann stellte hernach vor allem das Tempospiel des TuS lobend heraus. „Vor allem, wie die Jungs die zweite Welle oft bis zu Ende ausgespielt haben, war klasse. So gelingen dir auch die so genannten einfachen Tore!“

Stimmen zum Spiel

Emir Kurtagic (TuS N-Lübbecke): „Wir haben gewusst, welch extrem disziplinierte Mannschaft Hüttenberg ist. Sie hat zudem zuletzt bewiesen, wieviel Qualität ihre Spieler mitbringen. Daher war die Eröffnung der Partie für uns besonders wichtig. Jeder von uns musste viel arbeiten und die Partie gestaltete sich lange recht ausgeglichen. Das hätte schnell in eine für uns gefährliche Richtung laufen können. Aber wir haben konsequent verteidigt und agierten vorn geduldig. Noch zehnmal geht’s ran für uns in dieser Saison. Nun können wir uns am Wochenende aber erst einmal gut erholen.“

Johannes Wohlrab (TV Hüttenberg): „Ich war zufrieden mit unserer Einstellung heute Abend und derDisziplin über die gesamten 60 Minuten. Es zeugt von unserer Charakterstärke, auch immer rasch zurückzulaufen, obwohl es schwer ist, dies die ganze Zeit aufrechtzuerhalten. Wir müssen sicher noch an ein paar Stellschrauben drehen. Das heute Abend war für uns kein Muss-Spiel, sondern eher eins für eventuelle Bonuspunkte. Nach dem 16:19 stand es schnell 16:22 gegen uns, denn Lübbecke hat in der ganzen Liga das beste Gegenstoßspiel, vor allem in der zweiten Welle. Besonders das Tempo in Perfektion spricht für die hohe Qualität des TuS.“

 

Statistik

TuS N-Lübbecke: Kowalski, Rezar (8 P.); Gercar (1 P.); Becvar; Heiny (2), Baumgärtner (1), Ebner (6), Petreikis, Bagaric (2), Strosack (6), Mundus, Spohn (1), Nissen, Speckmann (6), Petrovsky (3), Skroblien (5/5).

TV Hüttenberg: Plaue (7 P.), Böhne (2 P.), N. Weber; Fuß (6), Kneer (1), Hoepfner, Theiss (1), Fujita (1), I. Weber (4), Rompf (4/3), Mubenzem, Hübscher, Hahn (2), Klein, Jockel, Schreiber (6).

Siebenmeter: 5/5 – 3/4 Hahn an Rezar (4.)

Zeitstrafen: 5 – 0 -Petrovsky (17. + 32.), Bagaric (28.), Strosack (37.), Spohn (60.)

Schiedsrichter: Patrick Arndt und Matthes Westphal

Zuschauer: – in der Merkur Arena

  • Jan-Eric Speckmann
  • Marek Nissen
  • Emir Kurtagic
  • Peter Strosack
  • Leos Petrovsky
  • Lutz Heiny
  • Roman Becvar
  • Ton Skroblien
  • Matic Gercar
  • Marko Bagaric
 

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