TuS zum Jahresabschluss mit 24:33 in Wetzlar

Das zweite Halbjahr 2015 stand für den TuS leider unter keinem guten Stern. Auch das letzte Spiel vor der EM-bedingten Bundesliga-Pause im Januar ging am Abend des 2. Weihnachtstages bei der HSG Wetzlar verdient verloren. 24:33 (12:18) hieß es am Ende recht deutlich. Zu viele Chancen wurden ausgelassen. Auch dies machte den Erfolg für die Gastgeber in dieser Höhe aus. Bester Werfer für unser Team war Gabor Langhans mit 7 Toren.

 

Der neue TuS-Trainer Goran Perkovac setzte in seinem zweiten Spiel auf unserer Bank auf eine neue Anfangsformation gegenüber dem HSV-Spiel. Matevz Skok begann im Tor, die Flügelzange bildeten Tim Remer und Ramon Tauabo, im Rückraum spielten dagegen wieder zunächst Vuko Borozan, Niclas Pieczkowski und Gabor Langhans sowie am Kreis Christian Klimek. Verzichten musste unsere Mannschaft weiterhin auf Jens Schöngarth und Benjamin Herth, während Jens Bechtloff ins Team zurückkehrte.

Vor ausverkauftem Haus kam die HSG Wetzlar im Angriff gut aus den Startlöchern und im Tor zeigte Nationaltorwart Andreas Wolff – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – sein besonderes Können, so dass die HSG nach 8 Minuten bereits 4:1 in Führung lag. Den bis dahin einzigen TuS-Treffer markierte Christian Klimek. Diesen gleich zu Beginn herausgeworfenen Vorsprung hielten die Mittelhessen, denn der TuS erlaubte sich zu viele Fehler. Die Mannschaft Kai Wandschneiders erzielte auch einige so genannte „einfache Tore“. In der 18. Minute, beim Stand von 9:6 für Wetzlar – nahm der TuS- Trainer die erste Auszeit des Spiels und brachte Vuk Lazovic für Christian Klimek am Kreis sowie Tim Suton im linken Rückraum, der sich gleich mit dem Treffer zum 7:9 ins Spiel brachte. Die HSG Wetzlar ließ sich aber keineswegs beirren und spielte recht unbeeindruckt weiter, baute ihren Vorsprung aus. Schon zur Pause beklagte der TuS daher einen 6-Tore-Rückstand (12:18).

Nach Wiederanpfiff begann Nikola Blazicko für Matevz Skok im TuS-Tor, doch die zweite Hälfte begann so wie die erste Halbzeit geendet hatte und zwang unseren Trainer bereits in der 36. Minute (Stand 22:13) nach einem 4:1-Lauf der HSG zu einer weiteren Auszeit. In den folgenden Minuten gelang es, zumindest den Rückstand nicht noch weiter zu vergrößern, auch wenn Wetzlars Maximilian Holst (10 Tore) weiter munter traf und auch einige Ballverluste des TuS notiert werden mussten. Bis zum Ende der Partie spielten die Mittelhessen routiniert und verwalteten den Vorsprung. Unsere TuS-Mannschaft hatte an diesem Abend leider kaum etwas dagegen zu setzen.

Fazit: Der Aufritt unseres TuS in Wetzlar war leider ein Spiegelbild des 2. Halbjahres 2015. Zu viele Unzulänglichkeiten machten es einer – gewiss auch gut aufgelegten – HSG Wetzlar leicht, sich mit einem 33:24-Kantersieg aus dem Jahr zu verabschieden – mit einem sehr guten Maximilian Holst. Unserer Mannschaft wird die Bundesliga-Pause sicher gut tun. Es gilt, unbedingt den Kopf wieder frei zu bekommen, um gewissermaßen noch mal auf „Saisonstart“ zu schalten – sprich: nur noch nach vorne zu schauen! Das alles, damit im neuen Jahr die immens wichtigen Punkte für den Klassenerhalt doch noch eingefahren werden können.
 

Stimme zum Spiel:

Goran Perkovac (TuS N-Lübbecke): „Wir haben heute das komplette Gegenteil von dem gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten eine aggressive Abwehr stellen und schnell nach vorne laufen, um Tempogegensto?tore zu erzielen. Wir haben in der Deckung jedoch schwach gespielt, waren da viel zu wenig aggressiv. Und wir sind praktisch keine Tempogegenstöße gelaufen. Hinzu kam auch noch, dass wir unsere hundertprozentigen Torchancen wieder nicht genutzt haben. Und all diese Fehler werden gegen eine Mannschaft wie Wetzlar am Ende bestraft. In der Pause müssen wir jetzt im Training hart an uns arbeiten, auch um in einen besseren physischen Zustand zu kommen. Meine Meinung ist, wir müssen mehr laufen und mehr Krafttraining machen.“
 

Statistik:

HSG Wetzlar: Wolff, N. Weber, Prieto, Lipovina (7), Ferraz (4), S. Weber (1), Laudt, Holst (10/6), Fäth (2), Hahn (3), Bliznac (1), Klesniks, Kohlbacher (3), Mirkulovski (2).

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Skok, Bechtloff (1), Langhans (6), Tauabo (2), Pieczkowski (1), Lazovic (1), Suton (3), Schagen (1), Borozan (3), Klimek (3), Remer (3/2).

Siebenmeter: 6/6 – 2/2

Zeitstrafen: 2 – 4 Klesniks (48.) – Langhans (25. + 43.)

Schiedsrichter: Moles / Pittner

Zuschauer: 4.421 (ausverkauft)

Spielverlauf: 1:0 (3.), 1:1 (4.), 2:1 (7.), 4:2 (10.), 6:3 (11.), 8:5 (13.), 9:6 (16.), 9:7 (18.), 11:7 (20.), 12:8 (21.), 13:8 (23.), 13:9 (24.), 14:9 (25.), 15:10 (27.), 15:11 (28.), 17:11 (29.), 18:12 (HZ), 18:13 (32.), 19:13 (32.), 21:13 (35.), 22:13 (36.), 23:13 (38.), 23:14 (38.), 24:15 (40.), 25:15 (41.), 26:16 (43.), 26:17 (43.), 28:18 (47.), 29:19 (50.), 29:20 (51.), 31:20 (54.), 31:21 (55.), 31:22 (56.), 31:23 (57.), 33:24 (EN)