TuS in Berlin: 31:34 – Lob für den Verlierer

Der TuS N-Lübbecke überzeugt bei den Füchsen Berlin, kann sich am Ende aber wieder nicht mit einem Punkt belohnen. Trotz eines couragierten und konzentrierten Auftretens in beiden Halbzeiten – mit einem treffsicheren Rückraum (Vuko Borozan und Jens Schöngarth erzielen 7 bzw. 8 Tore) – muss unser TuS eine 31:34-Niederlage einstecken. Die Ausgangslage bleibt vorerst unverändert, weil unsere direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, der Bergische HC und Balingen-Weilstetten, erst am Samstag (BHC in Leipzig und Balingen beim HSV Handball) ihre Spiele bestreiten.

 
Die erste Halbzeit gestaltete sich wie ein Wechselbad und unser TuS zeigte einmal mehr, dass er auch mit einem Team wie Berlin auf Augenhöhe agieren kann. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gab Nikola Blazicko mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Petar Nenadic seinem Team die nötige Sicherheit, sodass der 1:3-Rückstand aus der Anfangsphase beim 5:4 für unseren TuS in eine erste Führung verwandelt wurde. Im weiteren Verlauf spielten die Füchse, angetrieben auch von Plaza Jiminez, der mit zwei Toren unsere beiden Interimstrainer beim Stand von 10:7 zur ersten Auszeit zwang, von dem Rückstand unbeeindruckt auf. Zlatko Feric und Hans-Georg „Schorse“ Borgmann fanden die richtigen Worte, beim 11:11 (22. Min.) gelang dank eines verwandelten Siebenmeters von Jens Bechtloff der erneute Ausgleich. Bis zum Pausenpfiff legte Berlin fast immer wieder vor, doch der TuS ließ die Füchse nicht davonziehen, sondern egalisierte die kurzzeitige Führung auch, so dass die Rot-Schwarzen mit einem noch viel versprechenden 16:17 in die Pause gehen konnten.

Nach dem Wiederanpfiff war unsere Mannschaft auch weiterhin konzentriert bei der Sache, Jens Schöngarth überzeugte im Rückraum, er markierte bis zur Auszeit der Füchse in der 41. Minute, bis dahin lag unsere Mannschaft mit 24:22 in Front, alleine fünf Treffer. Die Auszeit auf Seiten der Füchse brachte die Mannschaft von Trainer Richardsson wieder zurück ins Spiel und unser früherer Spieler Drago Vukovic markierte mit seinem zweiten Treffer den erneuten Ausgleich zum 25:25 (45. Min.). Unser Interimstrainerduo reagierte erneut mit der grünen Karte, doch ein nennenswerter Effekt, wie er noch in der ersten Halbzeit möglich gewesen war, blieb weitgehend aus. Die Berliner erarbeiteten sich durch einen verwandelten Siebenmeter Fabian Wiedes nach langer Zeit wieder eine Drei-Tore-Führung (50. Min.). Unser Interimsduo auf der Bank nahm eine weitere Auszeit und brachte Bobby Schagen für Ramon Tauabo auf Rechtsaußen, Tim Suton führte auf Rückraum-Mitte Regie und Vuko Borozan agierte erneut im linken Rückraum. Doch die Umstellung gab dem TuS leider nicht den erhofften Schub, das Spiel noch einmal drehen zu können. So mussten unsere Jungs nach einer weitgehend guten Leistung – sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Halbzeit – eine 31:34- Niederlage bei den Füchsen Berlin akzeptieren.

Ärgerlich, dass nach 60 Minuten leider keine Pluspunkte für unsere Rot-Schwarzen zu verbuchen sind. Im Vergleich zum vergangenen Samstag, als die Mannschaft gegen den VfL Gummersbach den Beginn der zweiten Halbzeit verschlief, war dies am Mittwochabend aber eine Leistungssteigerung über 60 Minuten – genau wie von Zlatko Feric und Tim Remer auf der Pressekonferenz im Vorfeld des Spiels gefordert. Bis zum nächsten Heimspiel hat unser TuS N-Lübbecke nun 10 Tage Pause. Zeit genug, um sich der Steigerung beim Berlin-Spiel bewusst zu sein und dies mit zu nutzen für eine gute wie akribische Vorbereitung auf das nächste Punktspiel. Am Samstag, 28. November, geht es ab 19 Uhr in der Merkur Arena im Derby gegen den TBV Lemgo.

 

Stimme zum Spiel:

Zlatko Feric (TuS N-Lübbecke): „Wir haben heute überwiegend eine gute Leistung gezeigt, auf die wir in den kommenden Wochen aufbauen können. Vielleicht hat uns in der einen oder anderen Situation sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr die nötige Cleverness gefehlt, um letztendlich hier in Berlin zu punkten, was nach wie vor aufgrund Berlins Heimstärke schwer ist. Die Jungs haben heute alle ihr Bestes gegeben. Die Niederlage ist eher zu hoch ausgefallen.“

 

Statistik

Füchse Berlin: Heinevetter, Stochl , Wiede (8/2), Elisson (6/1), Fritz, Vukovic (3), Gojun (1), Vrazalic (2), Nenadic (6/1), Tönnesen (5), Plaza Jimenez (3), Weyhrauch, Schade, Petersen

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Skok ; Herth (n.e.), Bechtloff (4/4), Langhans, Tauabo (2), Pieczkowski (4), Lazovic, Suton (2), Schagen (1), Schöngarth (8), Borozan (7), Klimek (3), Remer

Zeitstrafen: 6 – 4 Schade (22.), Elisson (39.), Plaza Jimenez (60.) – Klimek (27. + 32.)

Siebenmeter: 4/7 – 4/5 – Nenadic schietert an Blazicko (04.), Elisson an die Latte (20.), Nenadic scheitert an Blazicko (38.) – Bechtloff schietert an Stochl (51.)

Schiedsrichter: Moles / Pittner

Zuschauer: 5. 811

Spielfilm: 2:0 (1.), 2:1 (2.), 3:1 (3.), 3:2 (4.), 3:4 (6.), 4:5 (8.), 6:5 (11.), 7:5 (13.), 8:6 (14.), 9:7 (16.), 10:7 (17.), 10:8 (18.), 11:9 (20.), 11:10 (21.), 11:11 (21.), 12:11 (23.), 13:12 (24.), 13:14 (26.), 14:14 (26.), 15:14 (27.), 15:15 (28.), 16:15 (29.), 17:16 (HZ), 17:18 (32.), 18:19 (33.), 19:20 (34.), 20:20 (35.), 21:21 (36.), 22:22 (38.), 22:24 (40.), 23:25 (43.), 25:25 (45.), 27:25 (46.), 28:26 (47.), 29:27 (48.), 30:27 (50.), 31:27 (53.), 32:28 (55.), 32:29 (56.), 34:29 (58.), 34:31 (EN)