TuS beim Deutschen Meister: „Einander helfen auf der Platte“

Wer bei einem hohen Favoriten antritt, hat insoweit leichtes Spiel, als kein übermäßiger Druck für schwere Beine sorgen dürfte. Nicht nur für TuS-Trainer Aaron Ziercke ist vor der Partie des TuS N-Lübbecke beim Deutschen Meister, den Rhein-Neckar Löwen, am kommenden Sonntag, 24. September, 12.30 Uhr, „die Frage nach dem Favoriten wohl schon mal geklärt“. Trotzdem erwartet der Coach von seinen Jungs, „dass sie sich an meine Vorgaben halten, den starken Gegner tüchtig ärgern und dass wir unsere Fehler minimieren sowie die Dinge ausgebaut werden, die bisher schon recht gut geklappt haben“.

 

Möglichst viele Torchancen zu kreieren, mutiger werden im Angriff und vor allem, „dass einer dem anderen auf der Platte hilft“, erwartet Aaron Ziercke von den TuS-Spielern und er ist zuversichtlich, „dass wir hellwach sein werden“, nicht zuletzt dann, wenn man lange Zeit besonders gut dagegenhalten sollte. Man habe ja selbst bei der Niederlage gegen Wetzlar „gute Phasen gehabt und wir sind zweimal fast wieder herangekommen“, knapp vor der Pause und nochmals Mitte der zweiten Spielhälfte.

TuS-Rückraumspieler Jó Gerrit Genz glaubt nicht, dass er und seine Mannschaftskameraden in den bisherigen fünf Partien zu viel Respekt vor den namhaften Gegnern gezeigt hätten. Eher sei gesunder Respekt gefragt, so die Lübbecker Nr. 5 sinngemäß, „egal, gegen wen in der 1. Liga wir gerade spielen“. Die Gefühlslage im Team sei weiterhin positiv, denn „es ist doch toll, sich mit einigen der besten Handballer der Welt messen zu dürfen“.

Was denn die größten Unterschiede zwischen 1. und 2. Liga seien, wollten die Journalisten bei der Pressekonferenz am frühen Donnerstagnachmittag in der TuS-Geschäftsstelle wissen. Jó Gerrit Genz: „In der 1. Liga wird halt jeder Fehler ganz konsequent bestraft. In der 2. Liga haben wir schon mal eher Gelegenheit gehabt, nach einem Fehler im Angriff durch zügige Rückwärtsbewegung das rasch wieder auszubügeln.“ Die gegnerischen Teams seien jetzt alle super eingespielt und sehr flott auf den Beinen.

Teammanager Zlatko Feric bittet um Verständnis für das junge TuS-Team. Für die meisten Rothemden sei die 1. Liga nun mal Neuland. Die Teams, die in der Tabelle vor Lübbecke stehen, seien zudem längst noch in Reichweite. „Das ist ein Lernprozess – gebt den Jungs die Zeit!“ Einander helfen, nicht zuletzt ganz konkret bei den Partien auf der Platte, „und schon werden wir noch geschlossener und stärker“, bleibt Zlatko Feric optimistisch. Schöne Nachricht zudem: Bis auf Kenji Hövels ist der Kader komplett und alle sind fit.

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