TuS bei einem Gegner auf Augenhöhe gefordert

Zum „Duell der Kellerkinder“ kommt es am 6. Spieltag in der DKB Handball-Bundesliga, wenn der Bergische HC auf unseren noch punktlosen TuS N-Lübbecke trifft. Der BHC befindet sich nach nur einem Sieg vom 4. Spieltag gegen Eisenach auf dem 16. Tabellenplatz, der TuS mit 0:10 Punkten am Tabellenende. Mit einem doppelten Punktgewinn bei einem direkten Konkurrenten könnte die Mannschaft Goran Sutons die „Rote Laterne“ wieder abgeben.

 

Waren die Spiele gegen den BHC in der Vergangenheit immer eng, erwartet die TuS-Mannschaft auch am Samstag um 19.00 Uhr in Solingen bestimmt erneut ein umkämpftes Match. Denn nicht nur aufgrund der Tabellensituation ist der TuS auf einen Sieg angewiesen, sondern auch, „weil es gegen einen Gegner auf Augenhöhe geht“, misst Trainer Goran Suton der Partie eine immense Bedeutung bei. Ob die „Bergischen Löwen“ gegen die „Mannheimer Löwen“ beim Spiel unter der Woche einen Substanzverlust erlitten haben, zeige sich erst am Samstag, vermutlich werde sich die Belastung des Mittwochspiels aber nicht sonderlich auswirken, denn auch für den BHC „ist das Spiel gegen uns ebenso wichtig“, ist sich unser Trainer der schweren Aufgabe bewusst.

Allzu viel Lockerheit im Training habe momentan aufgrund der angespannten Tabellensituation keinen Platz, jedoch ist der Trainer mit der Arbeitsatmosphäre zufrieden. „Es ist jedem klar, worum es geht und was wir tun müssen“, unterstreicht Goran Suton. Die vorhandene Drucksituation will der Kroate daher auch nicht ausblenden, sondern sie als Motivationsquelle nutzen und auf seine Schützlinge übertragen. Einen Vorteil darin, dass BHC-Spielmacher Viktor Szilagyi erst kürzlich wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, kann unser Trainer nicht ausmachen, denn Alexander Oelze sei mehr als nur eine gute Vertretung für den Österreicher.

Für TuS-Linksaußen Tim Remer ist die angespannte Situation keineswegs neu, erst zum Ende der vergangenen Saison sei der Druck ebenso vorhanden gewesen. Kein Spiel sei für die Mannschaft in der aktuellen Situation ein Selbstläufer und es gehe nur über „ein gutes Gefühl“ und dieses könne man nur über Erfolge erlangen. „In der jetzigen Lage können wir nur weiter trainieren, weiter an uns arbeiten und versuchen,das nächste Spiel zu gewinnen“, so Tim Remer zur 0:10-Punkte-Situation des TuS. Eine Wende sei nur über eine stabilere Abwehr und eine bessere Abstimmung im Angriff möglich, denn „du kannst alles über einen Gegner wissen, wenn du es nicht umsetzen kannst, bringt es dir gar nichts“, so der Niederländer, der im gleichen Atemzug mahnt, sich in erster Linie auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Der Trainer sieht den Schlüssel zum Erfolg ähnlich wie sein Linksaußen und ergänzt das mögliche Erfolgsrezept um eine gute Torhüterleistung, mehr Tore über die zweite Welle und viel Geduld im Angriff.

Personell kann Trainer Goran Suton auf alle Akteure zurückgreifen. Jens Schöngarth, der am zurückliegenden Sonntag zu Beginn der zweiten Halbzeit verletzt ausgefallen war, wird der Mannschaft am Samstag weiterhelfen können, genauso wie Gabor Langhans, der sich von Tag zu Tag besser fühlt.