TuS am Sonntag in Stuttgart – „Sieg wäre gut fürs Gemüt“

Bei der Aufarbeitung der jüngsten 26:27-Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach habe er sehr deutliche Worte an die Mannschaft gerichtet, berichtete TuS N-Lübbeckes Trainer Aaron Ziercke am Donnerstagnachmittag. Viele Gesichtspunkte sind intensiv von ihm angesprochen worden. „Deutlicher als üblich“ sei seine Analyse ausgefallen. „Wir werden wieder alles mobilisieren, um jetzt am Sonntag beim TVB Stuttgart erfolgreich zu sein“, führte der Coach weiter aus. Konkreter: „Weniger technische Fehler machen, die Angriffe flüssiger spielen und mehr Aggressivität in der Abwehr zeigen!“

 

Dass es zuletzt in drei Auswärtsspielen hintereinander immer wenigstens einen Zähler für den TuS gegeben habe, bleibe gewiss ein gutes Omen, wie auch TuS-Linksaußen Jens Bechtloff beim Pressegespräch in der TuS-Geschäftsstelle betonte. „Wir Spieler reden vor und nach den Spielen viel miteinander“, gewiss auch nach den Teilerfolgen zuletzt in den fremden Hallen. „Wir machen uns sicher nichts vor. Die derzeitige Situation für uns ist nicht gut.“ Endlich den ersten Sieg einfahren, „das wäre halt gut fürs Gemüt und vieles danach liefe einfacher“, so der 31-Jährige, der in Bittenfeld (Bittenfeld steht für das „B“ im Vereinsnamen TVB Stuttgart) schon als kleiner Knirps dem Handballspiel nachging.

Inzwischen ist „Feile“ Bechtloff ein routinierter Spieler, der den jüngeren Kollegen Vorbild ist. Mit Kampf und Einsatz die Nebenleute mitziehen, das soll in Kürze noch besser gelingen. Körpersprache sei wichtig, äußere sich „bei jedem Spielertyp aber anders“. Für eine ganze Reihe von TuS-Spielern sei die 1. Liga Neuland, das dürfe bei mancher berechtigten Enttäuschung über den momentanen Tabellenplatz nicht ganz außer Acht gelassen werden. Das TuS-Team habe aber ganz gewiss das Zeug dazu, „da unten wieder raus zu kommen“.

Über den Gegner an diesem Sonntagmittag, 26. November, 13 Uhr, vermerkte TuS-Trainer Aaron Ziercke weiter, der TVB Stuttgart habe eine längere Verletztenliste gehabt, die sich inzwischen aber nach und nach lichte. Jogi Bitter im Kasten sei ja bekanntlich eine große Nummer, der zudem sehr oft prima mit seiner Abwehr zusammenarbeite. Zudem agiere sein Trainerkollege Markus Baur gern „im Angriff mit dem zusätzlichen Feldspieler“.

Weiter verzichten muss der TuS N-Lübbecke am Sonntag auf Kenji Hövels. Der Ex-Berliner arbeite schon wieder „handballspezifisch, aber noch ohne Körperkontakt“, so Aaron Ziercke. Tim Remer sei dabei, die Belastung Tag für Tag zu steigern.

Jens Bechtloff hat derweil versprochen, seinen Bart zu opfern, sollte der erste doppelte Punktgewinn der Saison gelingen. Wann konkret das Rasiermesser zur Anwendung kommt, sollte es in Stuttgart etwas zu feiern geben, sei „im Moment nicht wichtig“. Im übertragenen Sinne wolle man reinhauen, „um das Ganze positiv zu gestalten“. Jedes Spiel gehe bei null los – und „dass der TVB Stuttgart als Favorit ins Match geht, kann uns nur recht sein“.

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