Stark ersatzgeschwächter TuS N-Lübbecke zieht erwartungsgemäß den Kürzeren: 19:30 in Flensburg

Für einen Sieg kam der TuS N-Lübbecke auch am Sonntagnachmittag in Flensburg-Handewitt erwartungsgemäß nicht infrage. Das personell dezimierte TuS-Team hat sich dennoch teuer verkauft, blieb bis zur 17. Minute (nur 6:5 für den Hausherren und Favoriten) beeindruckend auf Schlagdistanz. Gewiss aber sind nur 19 Torerfolge erneut kein gutes Zeugnis für die Offensive. Völlig klar wurde die Angelegenheit zwischen der 36. (17:12) und 46. Spielminute (21:13), als die Kurtagic-Schützlinge ganz ohne Treffer blieben. Florian Baumgärtner war noch bester Nettelstedter Werfer (6), 6 Paraden verbuchte Harvard Asheim. Besonders erfreulich, dass Finn-Jannes Gernus in der 55. Minute (26:15) sein erstes Bundesliga-Tor erzielt hat. Was die direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt betrifft, so verlor GWD Minden doch noch gegen den THW Kiel, auswärts dagegen siegte HBW Balingen-Weilstetten in den vergangenen vier Tagen gleich zweimal. Nun blicken alle auf die Partie am Donnerstag, 21. April. Dann tritt Nettelstedt-Lübbecke beim HBW zu einem wahren Abstiegskampf-„Endspiel“ an. Nach Pluspunkten liegt der TuS nun je drei Zähler hinter Balingen und auch hinter Minden zurück.

 

Beim 2:2 (5. Minute, Leos Petrovsky vom Kreis) und 3:3 (6., Florian Baumgärtner in der 2. Welle mit Aufsetzer) waren die Gäste vom Wiehen ebenso gut noch mit im Spiel, wie auch nach 17 Minuten, als Peter Strosack zum 6:5 aus halblinker Position vom Kreis einnetzte. Eine Rezar-Parade war vorausgegangen. Ein 5:0-Lauf brachte die Flensburger jedoch rasch auf die Siegerstraße. Sechs Fehlwürfe waren beim TuS in dieser Phase leider zu notieren. Nach dem 11:5 verlief das Match bis zum Pausenstand von 14:9 dagegen wieder ausgeglichen.
 
Zur zweiten Hälfte gab es gleich wieder zwei Fehlwürfe der Gäste, bis zum 17:12 (36., Baumgärtner) aber blieben die Kurtagic noch auf der Höhe. In dieser Phase traf Lutz Heiny, Tom Skroblien vom Siebenmeterpunkt und Havard Asheim setzte mit zwei Paraden Akzente. Anschließend aber bauten die Nordlichter zum 21:12 (45.) aus, weil bei den Nettelstedter erneut im Angriff zu viel fehlschlug. Die Gäste vom Wiehen fighteten dagegen, doch geriet der Erfolg Flensburgs, das unter der Woche in Ungarn im Europapokal erfolgreich gewesen war, dann immer mehr zu einer vollauf verdienten Angelegenheit.
 
Rolf Hermann, Sportlicher Leiter beim TuS, sprach nach der Partie davon, die Jungs hätten „aufopferungsvoll gekämpft“. Aber zu früh, nach dem 6:5-Zwischenstand, habe man dann doch wieder die Linie verloren, den Gegner zu Tempogegenstoßtoren förmlich eingeladen. „Flensburg kam ins Rollen“. Auch zu viele Abschlussschwächen seien beim TuS wieder dazu gekommen. Aufgrund der wenig zur Verfügung stehenden Spieler habe es nun mal „keine weiteren Optionen für frischen Wind“ geben können. Gut sei, „dass uns bis zur immens wichtigen nächsten Partie in Balingen nun eineinhalb Wochen Zeit bleiben“.

 

Stimme zum Spiel

Emir Kurtagic:
„Wir haben kämpferisch gut dagegengehalten, aber zwei Schwächephasen mit einem 5:0- und dann nochmals 4:0-Lauf für Flensburg, wo die SG uns auskontert, machen es uns insgesamt natürlich sehr schwer. Das Tempospiel machte den großen Unterschied aus. Wir bestrafen uns selbst mit einfachen Fehlern. So kann es aber hier bei der SG Flensburg-Handewitt laufen… Was die Einstellung betrifft, mache ich meinen Spielern keinerlei Vorwürfe. Wenn es auch nicht gut aussieht, >mit 11< zu verlieren. Dass >Finni< sein erstes Bundesliga-Tor macht, noch dazu gegen Kevin Möller, freut mich sehr für ihn. Nun gilt es! In unserer nächsten Partie am 21. April in Balingen!“

 

Statistik

SG Flensburg-Handewitt:Buric, Möller (17 P.); Golla (2), Hald, Bult, Svan (4), Wanne (12/5), Steinhauser (1), Larsen, Sogard (4), Gottfriedsson (4), Jakobsen, Einarsson (2), Lindskog (1).

TuS N-Lübbecke:Asheim (6 P.), Rezar (3 P.); Heiny (4), Gernus (1), Baumgärtner (6), Petreikis, Strosack (2), Mundus, Dräger, Mrakovcic, Nissen, Petrovsky (4), Skroblien (2/2)

Siebenmeter: 5/5 – 2/2

Zeitstrafen: Gottfriedsson (6.), Lindskog (22.), Hald (55.) – Nissen (7.), Heiny (8), Dräger (9. + 52.)

Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Pieper

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