So macht Handball allen Spaß – TuS dreht immer mehr auf und siegt 30:24 über Elbflorenz

Am Freitagabend nach 6:2 Punkten nun auf Rang 5: Das ist die gute Zwischenbilanz des TuS N-Lübbecke nach vier Spielen in der neuen Handball-Zweitliga-Saison. Dabei war der am Ende nicht nur klare, sondern auch verdiente 30:24 (14:12)-Erfolg vor 1.014 Zuschauern über den HC Elbflorenz 2006 einige Zeit lang gar nicht mal zu erwarten, 2:5 stand es gegen den TuS nach erst 8 Minuten und auch bis zur Lübbecker 19:18-Führung (43. Minute) war es eine Partie, die auf der so oft in der Sportler-Sprache genannten „gleichen Augenhöhe“ sich bewegte. Erst der 6:0-Lauf bis zum 25:18 (50.) klärte klar die Fronten. 19 Paraden von Havard Asheim im TuS-Tor und 7 Treffer (bei 8 Versuchen) im TuS-Angriff bei Jo Gerrit Genz waren die zwei wichtigsten und fast alles erklärenden Informationen an diesem 23. September in der Merkur Arena. So darf es weitergehen, nächste Aufgabe in acht Tagen bei den Eulen Ludwigshafen.

 

Aus der 2:0-Führung (zweimal Peter Strosack, 3. und 4. Minute) folgten fünf Dresdner Tore hintereinander bis zum 2:5 (8.). Ein Stürmerfoul und drei Fehlversuche waren Nettelstedts „Beitrag“ in dieser Phase.

Immerhin war beim 9:9 (22.) wieder der Gleichstand erreicht. Der Treffer war sehenswert, denn Yannick Dräger sprang einem Faustball- oder auch Volleyballspieler gleich nach vorn und boxte das kleine Leder über die Torlinie. Mit weiteren drei TuS-Treffern hintereinander hatte Nettelstedt sich zurück in die Partie gekämpft, aber auch gespielt. Es stand 12:9 (25.), bei Halbzeit 14:12. Und die Merkur Arena wurde von Minute zu Minute mehr und mehr zu einem fabelhaften Rückhalt für die Jungs.

Wie erwähnt beeindruckte im zweiten Durchgang vor allem Lübbeckes 6:0-Lauf vom 19:18 zum 25:18. Einige Zeit lang war die TuS-Durchschlagskraft vorn auch der „7-gegen-6-Variante“ geschuldet, für die sich Michael Haaß entschieden hatte. Anschließend war auch das 26:19 (53.) durch Marek Nissen ein Highlight, weil es so gekonnt im TuS-Kollektiv eingeleitet worden war, dass Marek schließlich ganz allein vor dem gegnerischen Torwart auftauchte und zum Sprungwurf ansetzen konnte. Spätestens da waren alle Messen gelesen und die begeisterten TuS-Anhänger klatschten stehend Beifall. Ansatzlos der Wurf von Benas Petreikis zum 28:21 (56.). Und Dominik Ebner krönte sein Comeback selbst mit seinem Hammer zum 29:21 (ebenfalls 56. Minute).

Nettelstedts Rückraumspieler Jo Gerrit Genz, mit 7 Treffern bester Werfer im Lübbecker Team, sagte hernach bescheiden, er habe „keine Ahnung“, worum es diesmal besonders gut bei ihm lief. Allerdings habe er ja auch schon für den Vorbericht hier auf der TuS-Internet-Seite gemutmaßt, dass „es viele 1:1-Situationen geben“ könne. Das sei eine Ausgangslage, die ihm doch ganz gut liege. „In die Lücken stoßen“, das sei gut gelungen, auch weil er von den Kameraden gut mir Pässen versorgt worden sei. Und: „Ich war heute Abend nicht mehr so angespannt wie noch vor 14 Tagen bei der Partie gegen Coburg.“

Lübbeckes Sportlicher Leiter Rolf Hermann vermerkte nach Spielschluss, dass das heute Abend durchaus „ein hartes Stück Arbeit“ gewesen sei. In der ersten Hälfte habe sich der TuS schwer damit getan, im Angriff „besser in die Tiefe zu gehen“. Im Laufe der Partie, immer mehr dann in der 2. Halbzeit, „ist alles deutlich besser geworden“. Der dritte Sieg im vierten Spiel sei nicht zuletzt auf das Konto von Havard Asheim zwischen den Pfosten gegangen, lobte Rolf Hermann ausdrücklich. Und die Freude sei bei ihm stark „über die Rückkehr von Dominik Ebner, der uns auch weiterhin noch sehr helfen kann“.

 

Stimmen zum Spiel:

Michael Haaß (TuS N-Lübbecke): „Das Ergebnis schmeichelt uns am Ende noch etwas. Recht lange war es recht schwierig für uns. Egal, ob wir gegen die 5:1- oder die 6:0-Deckung agieren mussten. Dann ist die Partie gekippt, auch Glück war dabei. Allerdings kommen wir bald gut ins Tempospiel. Havard Asheims Topleistung schafft dann Vertrauen. Benas Petreikis ist spielstark als Spielmacher. Ich freue mich riesig für Dominik Ebner, der nach fast einem Jahr Verletzungspause gegen Ende wieder mit auf der Platte sein konnte. Und auch Gerrit Genz hat der Partie den Stempel aufgedrückt.“

Rico Göde (HC Elbflorenz 2006): „30:24 – da muss man nicht lange reden. Es war ein verdienter Sieg für Euch. Dabei waren wir zunächst ziemlich gut drin in der Partie. Es ist jedoch bitter, nach 9:8-Führung dann 9:12 hinten zu liegen. Ebenso war da der 6:0-Lauf für den TuS vom 18:19 zum 18:25 in der 2. Halbzeit. Wir haben dann auch vorn kaum gute Aktionen mehr. Und Havard Asheim gelingen 19 Paraden! Heute müssen wir diese Niederlage so hinnehmen. Wir sehen uns zum Rückspiel in Dresden, das dann möglicherweise besser für uns läuft.“

 

Statistik

TuS N-Lübbecke: Asheim (19 P.), Katsigiannis (1/1 P.); Genz (7), Holzhacker, ten Velde (2), Baumgärtner, Ebner (1), Petreikis (2), Strosack (5), Dräger (3), Mrakovcic, Weßeling (1), Nissen (2), Petrovsky (2), Skroblien (5/4).

HC Elbflorenz: Mallwitz (13 P.), Noack (2 P.); Zobel, Wucherpfennig (9/4), Emanuel, Dierberg (4), Buschmann, Dumcius (2), Jungemann (4), Stavast (3), Vanco, Klepp, Mylonas (1), L. Wellner, J. Wellner.

Siebenmeter: 4/4 – 4/5 – Wucherpfennig an Katsigiannis (39.)

Zeitstrafen: Skroblien (14.), Nissen (28. + 38.), Genz (34.), Dräger (35.), Weßeling (51.) – Buschmann (9.), Emmanuel (46.), Jungemann (47. + 52.)

Schiedsrichter: Malte Frank und Leonard Bona

Zuschauer: 1.014 in der MERKUR Arena

  • Mannschaft
  • Jubel
  • Mannschaft
  • Michael Haaß
  • Rutger ten Velde
  • Gerrit Genz
  • Luka Mrakovcic
  • Marek Nissen
  • Yannick Dräger
  • Sven Weßeling
  • Tom Skroblien

 

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