Sieg in der Hinrunde kein Maßstab mehr – Kiel-Bezwinger TuS am Donnerstag an der Förde krasser Außenseiter

Ganz klar, dass bei der Pressekonferenz am Dienstagmittag die Riesen-Überraschung der Hinrunde nochmals zur Sprache kam. Am 30. Oktober vergangenen Jahres siegte der TuS N-Lübbecke mit 29:25 über den amtierenden Deutschen Meister THW Kiel. „Wir sind an jenem Abend über uns hinausgewachsen; und ab einem bestimmten Zeitpunkt war es dann auch für eine Mannschaft wie Kiel schwer, das Ganze noch einmal zu drehen“, erinnert sich Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic nicht ungern an den Coup vor knapp sieben Monaten.

 

Bei etwas mehr Glück und Können wäre noch mehr in der Hinrunde möglich gewesen, die Niederlagen mit je einem einzigen Tor Abstand in Melsungen und in Hannover kämen ihm da in den Sinn, so der Coach. Das 29:25 gegen Kiel sei daher für ihn schon damals kein Grund zur Euphorie gewesen, zumal die Konkurrenz in der Liga spätestens von da an „uns mit mehr Aufmerksamkeit entgegengetreten ist und uns nicht mehr unterschätzt hat“.

Für die Partie jetzt am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 26. Mai, 19.05 Uhr, in der Kieler Arena sind die Vorzeichen zweifellos andere als letzten Herbst. Der rechnerisch für den TuS immer noch mögliche Klassenerhalt spiele eher im Unterbewusstsein noch eine Rolle, stellt Emir Kurtagic klar. Wichtiger für den Lübbecker Coach sei, „dass wir in Magdeburg wie zuletzt daheim gegen Göppingen über weite Strecken gezeigt haben, konkurrenzfähig zu sein“. Man wolle ab sofort in den Endphasen sich nicht länger „selbst im Weg stehen“.

Die Gegner, noch dazu jene aus den oberen Tabellengefilden, würden weder Gnade noch Mitleid empfinden, „wenn wir es ihnen so leicht machen“. Es gehe auch am Vatertags-Abend an der Kieler Förde darum, „unseren Job noch weit besser zu erledigen als zuletzt“. Am Ende bleibe auch eine Partie beim Rekordmeister, schon 22 Mal setzte sich der THW Kiel am Saisonende durch, „eine Auseinandersetzung, auf die man sich freut“.

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