Samstag in Hüttenberg: Meisterschale für den TuS

Der TuS N-Lübbecke tritt an diesem Samstag, 10. Juni, 18 Uhr, zum letzten Spieltag beim TV Hüttenberg an und wird die Meisterschale überreicht bekommen. Noch keine Ernte eingefahren hat der Gegner. Hüttenberg muss sich vielmehr noch strecken, will es den Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga schaffen. Der momentane dritte Rang (jetzt 49:25 Punkte) würde reichen, aber der Zweite Rimpar (50:24) spielt zeitgleich bei Bad Schwartau, der Viertplatzierte Friesenheim (49:25) hat ein Heimspiel gegen den HC Empor Rostock, der Fünfte Bietigheim (48:26) startet seine mögliche Aufholjagd in Emsdetten. Der längst enteilte Klassenprimus Nettelstedt (64:10) möchte die Serie 2016/2017 riesig gern mit einem Sieg beenden, steht am Tag nach dem Match doch die große Aufstiegs- und Meisterfeier auf dem neugestalteten Lübbecker Marktplatz (Sonntag, 11. Juni, 11 Uhr) für die Jungs an.

 

Natürlich sei es schöner, mit einem Sieg zur Meisterfeier wieder am Wiehen einzutreffen, sagte TuS-Trainer Aaron Ziercke am Donnerstagmittag bei der Pressekonferenz zum Spiel. „Hinter uns in der Tabelle ist das eine ganz enge Kiste“, verweist der Coach auf die spannungsbeladene Konstellation, bei der noch vier Mannschaften die Chance vor der Nase haben, die Aufstiegsplätze 2 und 3 zu ergattern, um dem TuS N-Lübbecke ins Oberhaus folgen zu dürfen.
Die TuS-Mannschaft selbst möchte wieder eine gute Leistung abrufen und dann müsse man am Ende sehen, wofür es ausreiche. Seit 15 Spielen, beginnend nach dem 22. Februar, sind die Ziercke-Schützlinge inzwischen ungeschlagen, holten dabei 29:1 Punkte „Angetrieben von der Halle im Rücken wird uns Hüttenberg einheizen, vor große Aufgaben stellen“, ist sich Aaron Ziercke sicher und verwies am Donnerstagmittag auf die unangenehme 3:2:1-Deckung der Mittelhessen, die den TuS schon im Hinspiel alles abverlangt habe. In der Hinrunde hatte die Hüttenberger Mannschaft einen besonders guten Lauf, in der Rückrunde hat der TVH zwar zu Hause viele Punkte eingefahren, auswärts aber auch überraschende Niederlagen kassiert.

Begleitet wurde Cheftrainer Aaron Ziercke bei der obligatorischen TuS-Pressekonferenz diesmal von seinem Co-Trainer Hans-Georg „Schorse“ Borgmann. „Schorse“ hatte für die Ball-AG in den Grundschulen Ersatz organisiert – „nicht, dass die Ball-AG ausfallen muss“, so Hans-Georg Borgmann pflichtbewusst. Gefragt nach seinem Saisonfazit musste „Schorse“ nicht lange überlegen. „Wir waren eine echte Mannschaft, hatten alles parat, was man benötigt, um erfolgreich Handball spielen zu können“, schwärmt der 62-Jährige von den Jungs. „Aaron hat das von Beginn an sehr gut gemacht. Bei der Trainingssteuerung zwischen Belastung und Regeneration beweist er stets großen Sachverstand“, lobt „Co“Borgmann Cheftrainer Ziercke. Zudem habe der TuS vom ersten Spieltag an die beste Abwehr und das beste Torhütergespann der Liga auf der Platte gehabt. „Im Angriff haben wir uns dann aber auch peu à peu gesteigert“, erinnerte sich der Co-Trainer weiter. „Wir hatten kaum Baustellen, es war eine sehr angenehme Saison“, bilanzierte „Schorse“ Borgmann.

Nach den wenigen Niederlagen sei das TuS-Team „stets umso stärker zurückgekommen“, schloss sich bei der Pressekonferenz Teammanager Zlatko Feric den vollauf berechtigten Lobeshymnen an. Er freue sich, dass „dieses Fundament, das sich die Mannschaft in diesem Jahr aufgebaut hat“, auch in der neuen Saison weitgehend bestehen bleibe. „Auf dieser positiven Grundstimmung basierend können wir weiter weitermachen“, so Zlatko Feric.

Zwei Termine stehen für alle, die zum TuS N-Lübbecke stehen, in dieser Saison nun noch an. Zum ersten am Samstagabend, 18 Uhr, das Spiel beim TV Hüttenberg, das die „Hessenschau“ live im Stream überträgt. Und zum Zweiten, zum Abschluss die Party mit der Präsentation der Meisterschale auf dem Marktplatz Lübbecke, Sonntagvormittag, ab 11 Uhr.
An diesem Wochenende also: Noch mal spielen, noch mal feiern. Und die anschließende Sommerpause haben sich dann auch alle redlich verdient.

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