Neue Saison – neue Regeln

Ab dem 1. Juli beginnt offiziell die Saison 2016/17 und damit treten neue, von der IHF bestimmte Regeln in Kraft. Damit sich alle Fans und Freunde des Handballs und des TuS N-Lübbecke mit den veränderten Regeln, unter anderem der weißen und blauen Karte, vertraut machen können, haben wir das Wichtigste zusammengefasst.

 

„Ob es eine Revolution duch die neuen Regeln gibt, weiß ich nicht“, so die Meinung von DHB-Schiedsrichterlehrwart Jürgen Rieber, der die größte Veränderung im Bereich der Regel des siebentn Feldspielers indentifiziert hat.

Der siebte Feldspieler

Um einen siebten Feldspieler einzusetzten haben die Trainer eine weitere Möglichkeit: Ab dem 1. Juli entfällt für diesen die Kennzeichnungspflicht durch das Leibchen in der Farbe des Torwarttrikots. Damit ist der zusätzliche Feldspieler aber auch von den Torhüteraufgaben entbunden. Das bedeutet, dass eine Torverhinderung im Sechsmeterraum nicht gestattet ist! Betritt der siebte Feldspieler den Sechsmeterraum, gibt es einen Strafwurf. Den Trainern ist es jedoch weiterhin gestattet, den zusätzlichen Feldspieler als Ersatz-Tormann, mit der Erlaubnis den Sechsmeterraum zu betreten, einzusetzen, allerdings muss dieser dann wie bisher das Leibchen in der Farbe des Torhütertrikots tragen.

Verletzte Spieler

Ist ein Spieler verletzt und besteht die Notwendigkeit einer Behandlung auf dem Feld, muss der Spieler die folgenden drei Angriffe auf der Bank platznehmen. Das Team kann mit einem anderen Spieler ergänzt werden. Die Zeit des Pausierens wird am Zeitnehmertisch mit einer weißen Karte angezeigt. Betritt der Spieler das Spielfeld zu früh, ahnden die Schiedsrichter dieses mit einer Zweiminutenstrafe aufgrund eines Wechselfehlers. Ausgenommen von der Regel sind Torhüter nach Kopftreffern sowie Spieler dessen Gegenspieler nach dem Foul unmittelbar eine Strafe (gelbe Karte, rote Karte, Zweiminuten) erhält.
Diese Regel findet lediglich in den Bundesligen (DKB Handball-Bundesliga, 2. Handball-Bundesliga, A Jugend-Bundesliga) und in der 3. Liga Anwendung.

Passives Spiel

Um die Dauer des passiven Spiels zu unterbinden, darf die angreifende Mannschaft nach Anzeige des passiven Spiels durch die Schiedsrichter noch maximal sechs Pässe spielen, bevor ein Torabschluss erfolgen muss. Diese sechs Pässe werden nicht unterbrochen, auch nicht wenn die abwehrende Mannschaft den Wurf geblockt oder der Angreifer einen Freiwurf erhalten hat.

Die letzten 30 Sekunden

Die Regel der letzten 30 Sekunden ist inzwischen bekannt. Neu ist allerdings, dass nach der dem begehen der Regelwiedrigkeit und der erforderlichen roten Karte, die gegenerische Mannschaft zusätzlich noch einen Strafwurf erhält.

Blaue Karte

Schreiben die Schiedsrichter nach einer roten Karte einen Zusatzbericht, der eine Sperre von mindestens einem Spiel nach sich zieht, zeigen dies die Schiedsrichter künftig nach der roten Karte mit einer blauen Karte an.