Meister Kiel gibt sich die Ehre: Beim TuS überwiegt „die Vorfreude auf Samstagabend“

Wenn der Meister der vergangenen zwei Jahre in die Merkur Arena kommt, braucht die Jungs des TuS N-Lübbecke kaum jemand zusätzlich zu motivieren. Auch Coach Emir Kurtagic nicht, der den THW Kiel erst recht als ganz besonderes Team hervorhebt: „Vor allem Kiel hat in den vergangenen 20 bis 30 Jahren den deutschen Vereinshandball dominiert!“ An diesem Samstag, 30. Oktober, 20.30 Uhr, wird es zu einem Duell kommen, beim dem die Rollen klar verteilt sein werden – hier Favorit, dort Außenseiter. Weiter der Lübbecker Chef-Trainer: „Dafür haben die Jungs sich das Erstliga-Ticket aber auch verdient, eben solche Partien erleben zu dürfen.“ Aber auch dies: „Es gibt keine Alternative für uns, als alles zu geben. Und auch der THW hat nur sechs Spieler plus Torwart auf der Platte stehen!“

 

Bei einem Lazarett von weiterhin fünf Spielern (Florian Baumgärtner, Dominik Ebner, Tin Kontrec, Leos Petrovsky und Tom Wolf) kann der TuS für wahr nicht aus dem Vollen schöpfen. Physisch und psychisch eine Belastung für Nettelstedt-Lübbecke, räumt auch der Trainer ein. Jedoch „vom Flensburg-Spiel abgesehen“, habe sich das Team schon gut eingefunden in der neuen Liga, das werde auch in der Partie gegen den THW eine Stütze sein, Selbstvertrauen bedeuten. „Das ist Profisport, auch mal mit Verletzungssorgen leben und rechnen zu müssen“. Das Beste aus der Situation machen, das zähle in Zeiten, wo zahlreiche Asse fehlten.

Neben dem Trainer nahm auch Mannschaftskapitän Peter Strosack an der Pressekonferenz am Donnerstagmittag teil. Der Rechtsaußen gehört streng genommen auch zu den TuS-Verletzten, konnte zuletzt aber immer spielen. Sein Arm sei zwar noch nicht ganz wieder ausgeheilt, „aber da sind nur noch geringe Schmerzen“. Er gehe davon aus, dass in der kommenden Woche die Geschichte endgültig durch sei.

So überwiege längst auch bei ihm „die Vorfreude auf Samstagabend“. Was die Spielstärke der „Zebras“ betreffe, „wissen wir, was uns erwartet“. Die Chance für eine Überraschung ist wie groß? Peter Strosack: „100 Prozent geben, über die volle 60 Minuten konstant stark bleiben“. In letzterem Aspekt sieht der Käpt‘n noch die meiste Luft nach oben: „Bis zum Ende richtig durchziehen…!“ Die Spiele gegen Balingen und in Minden „mussten wir gewinnen und haben es auch“. Mal „Bonuspunkte täten uns gut“.

In der TuS-Führungsetage hoffen sie gegen den Meister auf auch zahlenmäßig beste Resonanz. Am Donnerstagmittag war die 1000-er Marke geknackt. 1.600 Zuschauer sind zugelassen. Also es gibt (noch) Tickets!

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