Hoffnung auf Trotzreaktion gegen den Rekordmeister

Vier Tage nach der Niederlage bei der HBW Balingen-Weilstetten kommt an diesem Sonntag, um 15:00 Uhr, kein Geringerer als der amtierende Deutsche Meister, der THW Kiel, zum Gastspiel in die Lübbecker Merkur Arena. Die Außenseiterrolle für den TuS N-Lübbecke ist klar, hat sich der THW nach der 25:30 Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt am Mittwoch gegen Lemgo doch eindrucksvoll mit einem 32:23 zurückgemeldet.

 

„In den ersten drei Spielen haben wir beim THW kleine Schwächen gesehen, die sind aber mittlerweile ausgemerzt. Dennoch werden wir uns nicht freiwillig ergeben“, blickt unser Trainer Goran Suton auf die Partie am Sonntag voraus und kündigt eine Trotzreaktion seines Teams an, die sich „als Einheit präsentieren“ werde. Auch wenn in den ersten vier Spielen nochnicht alle Baustellen in der Abwehr und im Angriff aufgrund der Kürze der Zeit hätten behoben werden können, werde das Team alles versuchen, die Chance zum Sieg zu nutzen, sollte sich eine ergeben, verspricht Goran Suton.

Dass der THW Kiel zu diesem Zeitpunkt ein äußert undankbarer Gegner sei, stehe aufgrund der eindeutigen Außenseiterrolle und der prekären Tabellensituation des TuS-N Lübbeckes außer Frage. Auch wenn die „Zebras“ jederzeit in der Lage seien, das Spiel auch innerhalb von nur fünf Minuten zu entscheiden, möchte die Mannschaft Goran Sutons versuchen, die Partie möglichst lange offen zu halten, indem die Abwehr stabil agiert, im Angriff die Spielzüge flüssiger und genauer laufen als zuletzt und das Umschaltverhalten von Abwehr auf Angriff und zurück besser funktioniert.

Für die Mannschaft des TuS N-Lübbecke sei der Null-Punkte-Start keine einfache Situation, berichtet TuS-Torhüter Nikola Blazicko und spricht von einer „natürlich angespannten Ausgangslage. Für alle Beteiligten sei die gegenwärtige Situation natürlich besonders ärgerlich. „Viel miteinander reden“ helfe, so unterstütze man sich gegenseitig, auch wenn letztlich nur weiterhelfe, eine gute Leistung auf die Platte zu bringen, um aus der Misere herauszukommen.

Personell kann Goran Suton, im Gegensatz zu THW-Trainer Alfred Gislarson, aus dem Vollen schöpfen. Bei den „Zebras“ fehlt der Langzeitverletzte Dominik Klein sowie Neuzugang Torsten Jansen.