Gegen Kiel stets am Limit spielen

Bezüglich des Duells THW Kiel gegen TuS N-Lübbecke an diesem Mittwoch, 4. Mai, 19 Uhr, tun sich zunächst einmal große Unterschiede auf. Kämpft die Lübbecker Mannschaft um den Klassenerhalt, träumt der THW Kiel noch von der Titelverteidigung im Meisterschafts-Dreikampf mit den Rhein-Neckar Löwen und der SG Flensburg-Handewitt. Etwas Zählbares von der Kieler Förde mitzubringen, das wäre für Nettelstedt schlichtweg eine Sensation. Der TuS muss alles in die Waagschale werfen und bis zur letzten Sekunde vehement kämpfen. Alles Weitere wird sich zeigen.

 

„Immens gefährlich“ sei der kommende Gegner, so TuS-Trainer Goran Perkovac beim obligatorischen Pressegespräch 48 Stunden vor der nächsten Partie. Am Montagmittag in der TuS-Geschäftsstelle bemerkte der Coach, der THW Kiel sei mittlerweile wieder fast komplett, Patrick Wienczek und Christian Dissinger nach ihren Verletzungen in die Mannschaft zurückgekehrt. Perkovac warnt vor einem „Tore-Feuerwerk“ des Deutschen Meisters. Für Nettelstedt-Lübbecke gehe es in Anbetracht der Tabellensituation darum, ein gutes Spiel abzuliefern, dabei möglichst permanent ans Limit zu gehen. „Angsthasen-Handball“ wolle schließlich niemand sehen.

„Immer etwas Besonderes“ sei es, in der Kieler Halle aufzulaufen und sich mit solch vielen guten Handballer-Kollegen zu messen: So freut sich TuS-Kreisläufer Christian Klimek auf die Mittwochpartie. Christian Klimek, der seinen Trainer zur Pressekonferenz begleitete, gibt eine ähnliche Ausrichtung für das Spiel beim THW wie sein Coach. Er erwarte ein „körperbetontes Spiel“, in dem die TuS-Mannschaft versuchen müsse, von Beginn klasse dagegen zu halten. Liege das TuS-Team vielleicht doch einmal zurück, müsse sie dies eher ausblenden und jeden Angriff und jede Abwehraktion als eine neue Chance zu sehen.

Neben den Langzeitverletzten Vuko Borozan und Gabor Langhans muss Linksaußen Tim Remer (Muskelbündelriss in der linken Wade) für das Spiel in Kiel passen. Die TuS-Asse, die bereitstehen, werden reichlich motiviert ins Match gehen, Respekt vor dem prominenten Gegner haben, aber ganz gewiss nicht in Ehrfurcht erstarren.

Das Spiel miterleben und Daumen drücken können alle Daheimgebliebenen am Live-Ticker des TuS-Fan-Clubs Red Devils.