Fehlstart findet leider Fortsetzung

Der TuS N-Lübbecke bleibt in der Saison 2015/16 weiterhin ohne Punkt, vor allem aber auch ohne Fortune. Denn zweifellos hat sich das neu zusammengestellte Team in der zweiten Halbzeit beachtlich gesteigert, einen 19:24-Rückstand bis zum 25:25 (50.) egalisiert, mit 27:26 nach 53 Minuten sogar geführt, aber am Ende wieder dem Gegner gratulieren müssen. Die 28:30 (15:19)-Niederlage am Samstagabend beim Bergischen HC kam auch zustande, weil nach der einzigen TuS-Führung im Match dann nur noch ein einziges (!) Lübbecker Tor fiel – und das erst wieder in der Schlussminute.

 

Der TuS hat sich um den verdienten Lohn gebracht, wieder eine unnötige Niederlage kassiert, musste für die eher mäßige erste Spielhälfte in der Endabrechnung mit büßen. Denn jede Aufholjagd, auch diese lobenswerte vom TuS beim BHC, kostet Kraft. Wie sonst ist es zu erklären, wenn genau in der Phase, in der es endgültig um die Wurst geht, viele Minuten lang überhaupt kein Treffer mehr ins gegnerische Netz geht. Nicht vergessen werden sollte dabei aber auch, dass beim BHC in der heißen Schlussphase Viktor Szilagy erstmals nach längerer Pause auf die Spielfläche kam – was den Hausherren neue Stabilität gab.

In der ersten Spielhälfte agierte unser Angriff recht passabel, 15 Treffer sind okay. Doch die Abwehr ließ viel zu viel zu. 19 Gegentreffer in 30 Minuten zeugen nun mal nicht für Klasse. Schon bei den Niederlagen in Eisenach und daheim im Duell mit dem SC Magdeburg hatten die TuS-Torhüter jeweils 18 Mal im ersten Durchgang hinter sich greifen müssen. So gingen unsere Jungs mit einem schweren „Gepäck“ in die zweite Hälfte. Es spricht aber für die Moral und gewiss auch für Nervenstärke, diesmal in der Lage gewesen zu sein, zwischenzeitlich mächtig aufzudrehen. Wobei nicht vergessen werden darf, dass auch auf der Torwartposition eine deutliche Steigerung in Halbzeit zwei zu notieren war.

Nach diesem neuerlichen Misserfolg ist ein Sieg in der nächsten Liga-Partie kommenden Samstag in der Merkur-Arena erst recht Pflicht. Unsere Spieler brauchen jetzt mehr denn je alle Unterstützung von den Rängen. Am 26. September, 19 Uhr, ist Heimspiel. Und da muss der TuS N-Lübbecke mit allen Anhängern besonders zusammenstehen. Also: Karte holen, anfeuern, mit der Aufholjagd in der Tabelle beginnen!

Stimmen zum Spiel

Goran Suton (TuS N-Lübbecke): “Wir haben in den ersten 20 Minuten in der Abwehr ganz schlecht gestanden und erst mit der Umstellung zueinander gefunden. Danach haben wir auch begonnen richtig zu spielen. In der zweiten Halbzeit war Nikola unser großer Rückhalt und auch das Zusammenspiel mit der Abwehr wurde besser, sodass wir sogar in Führung gegangen sind. Leider konnten wir diesen psychologischen Vorteil der Führung nicht bis zum Ende ausnutzen. Insgesamt haben wir ein spannendes und kampfbetontes Spiel gesehen und wir müssen unsere Leistung, die wir ab der 20. Minute gezeigt haben, über die komplette Spielzeit abrufen.”

Statistik

Spielverlauf: 3:1 (5.), 5:4 (8.), 8:4 (12.), 9:7 (15.), 12:9 (19.), 15:9 (21.), 16:12 (26.), 19:13 (29.), 19:15 (30.) – 22:18 (37.), 24:20 (43.), 24:23 (47.), 25:25 (50.), 26:27 (53.), 28:27 (56.), 29:27 (28.), 29:28 (60.), 30:28 (60.)

TuS N-Lübbecke: Blazicko (11/2P.); Skok (4P.); Herth (3/3); Bechtloff (1), Langhans; Tauabo (n.e.); Pieczkowski (3); Lazovic (3); Suton (2); Schagen (2); Schöngarth (3); Borozan (7); Klimek (2); Remer (2).

Bergischer HC: Gustavsson (10P.); Rudeck (3P.); Preuss (); Gipperich (n.e.); M. Hermann (3); N. Artmann; Gunnarsson (3/2); Oelze (11/2); J. Artmann (2); A. Hermann (1); Weiß (3); Gutbrod (6); Szilagyi (1); Jonovski (n.e.).

Zeitstrafen: 8 Minuten – 8 Minuten / M. Hermann (28. und 60.); Preuss (29.); Weiß (51.); Schöngarth (15. und 38.); Klimek (20.); Suton (Bankstrafe, 40.).

Siebenmeter: 6/4– 3/3 / Gunnarsson und Oelze an Blazicko

Schiedsrichter: Dinges / Kirsch

Zuschauer: 2.206