Außenseiter in der Bundeshauptstadt: TuS reist Donnerstag nach Berlin

Mit dem TuS-Erfolgserlebnis in Gummersbach vergangene Woche hat sich die Mannschaft von Aaron Ziercke einen minimalen Vorsprung vor den drei Konkurrenten im Bundesliga-Abstiegskampf erarbeitet. „Durch“ ist man aber noch lange nicht und beim Gastspiel an diesem Donnerstag, 24. Mai, 19 Uhr, in der Max-Schmeling-Halle gegen die Füchse Berlin hängen die Trauben sehr hoch. „Das wird eine sehr, sehr schwere Aufgabe für uns, denn die Berliner spielen gegenwärtig eine äußerst konstante Saison“, so Aaron Ziercke am Dienstagnachmittag. Gleichwohl wirke der so wichtige Auswärtssieg beim direkten Kontrahenten VfL Gummersbach noch immer nach: „Die Jungs sind wieder mit einem Lächeln zum Training gekommen.“

 

Die Aufgabe jetzt in der Bundeshauptstadt verlange höchste Konzentration. „Irgendwas Wildes oder Leichtsinn dürfen wir uns zu keinem Zeitpunkt dort leisten“. Dem favorisierten Gegner wolle man das Leben dagegen schwer machen, dafür sorgen, „dass sie weite Wege gehen müssen“. Dass die Berliner gerade erst EHF-Cup-Gewinner geworden sind und daher vielleicht noch im Feiermodus seien, glaubt der TuS-Trainer nicht. „Uns nicht zu unterschätzen“, dafür sorgten bestimmt schon Geschäftsführer Bob Hanning und Trainerkollege Velimir Petkovic. Falls der Gegner aber wider Erwarten mal einen Moment schwächle, gelte es allerdings, dieses „hellwach auszunutzen“.

TuS-Rückraumspieler Kenji Hövels kehrt zum Auswärtsspiel am Donnerstag für einige Stunden in seine Heimatstadt zurück. Er ist ein „Kind“ der „Berliner Schule“. Und zum EHF-Pokalsieg habe er selbstverständlich mit Füchse-Chef Bob Hanning telefoniert, um diesem zum Gewinn des Pokaltitels zu gratulieren. Was die aktuelle Situation im Liga-Abstiegskampf betrifft, so bestätigte Kenji Hövels die Beschreibung des Trainers, was die verbesserte Stimmung im Team nach dem Gummersbach-Coup anbelangt. „Endlich ein Sieg nach so langer Zeit! Und wir haben es wieder selbst in der Hand, dem Abstieg zu entgehen. Das tut schon gut und erleichtert die Trainingsarbeit, den Alltag“.

Für den TuS-Trainer steht fest, dass das in der laufenden Woche mit den Aufgaben am Donnerstag in Berlin und Sonntagmittag zu Hause in der Merkur Arena gegen die SG Flensburg-Handewitt „zwei ganz schwierige Spiele für uns sind“, ehe am 3. Juni zum Saisonabschluss die Partie in Lemgo wartet. Aaron Ziercke bleibt dabei, „keine Hochrechnungen anzustellen“. Wer habe z.B. damit gerechnet, dass Gummersbach noch mal da unten hineingerate, so Ziercke. Fest stehe für den TuS nunmehr: „Wir können noch immer unser Ziel erreichen und werden in die verbliebenen 180 Minuten noch einmal alles dafür investieren!“

Personell werden dem TuS N-Lübbecke in Berlin neben dem bekannten Langzeitverletzten Tim Remer auch wahrscheinlich Piotr Grabarczyk und mit Sicherheit Jens Bechtloff fehlen. „Feile“ Bechtloff plagt sich mit Wadenproblemen. Dagegen kann „Käpt’n“ Nils Torbrügge dabei sein. Dessen Kopfschmerzen sind abgeklungen.

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