Am Samstag gibt es „Zeugnisse“: Lübbecke brennt auf Versetzung in die 1. Liga!

Die Spieler des TuS N-Lübbecke dürften sich grad so fühlen wie Schülerinnen und Schüler vor dem letzten Tag des Schuljahres. Jetzt am Samstagabend gibt’s die Zeugnisse und es entscheidet sich, ob es zur Versetzung kommt. Unterschied: Vor Entgegennahme der möglichen Belohnung muss am selben Tag erst noch die „Abschlussklausur“ erfolgreich bewältigt werden. Kurzum: alles Vorgeplänkel, alle Prognosen, große Hoffnungen und stille Befürchtungen werden sich bei Schlusspfiff auflösen – so oder so. Der TuS aus Nettelstedt-Lübbecke trifft auf den TuS aus Ferndorf, diesen Samstag, 26. Juni, 18 Uhr, geht es in der hiesigen Merkur Arena los. Glasklar ist: Gewinnen die Kurtagic-Schützlinge oder erreichen ein Unentschieden, sind sie zum 7. Mal in die 1. Bundesliga aufgestiegen!

 

Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic antwortete am Donnerstagmittag auf die Frage, wie die Trainingswoche bisher verlaufen sei, mit knappen Worten: „Die Vorbereitung auf Samstag läuft super, wir sind auf einem guten Weg. Morgen ist das Abschlusstraining – dann geht es los!“ Damit sei doch schon alles gesagt. Natürlich ist der Coach im weiteren Verlauf der Pressekonferenz dann noch eloquent und mit viel Empathie – wie eh und je – auf die Journalisten-Fragen eingegangen. Aber er weiß, wie alle, dass nun der Tag der Entscheidung unwiederbringlich vor der Tür steht „und wir sehr bereit dafür sind“. Hätte vor der Saison jemand gesagt, „unser Umbruch ist schon so weit, dass wir es im letzten Saisonspiel in der Hand haben, aus eigener Kraft aufzusteigen“, wohl jeder hätte das unterschrieben.

Man wisse, was man leisten könne, äußerst viele Partien habe sein Team in dieser Spielzeit „erfolgreich gestaltet“, dass mache ihn und die Jungs daher für den Samstagabend „sehr optimistisch“. Gleichwohl sei auch klar, „dass im Sport neben der Tagesform oft Kleinigkeiten“ entschieden. Man nehme nur „das Deutschland-Spiel bei der Fußball-EM am Mittwoch gegen Ungarn.“ Im selben Atemzug wies Emir Kurtagic aber auch nochmal daraufhin, wie stark seine Mannschaft in diesem Jahr 2020/21 schon aufgetreten sei, „zum Beispiel gegen Gummersbach und mit den 8:0- und 10:1-Führungen im jüngsten Heimspiel gegen Dessau“.

Marko Bagaric absolviert am Samstag sein letztes Spiel als Handball-Profi. Dieser Aspekt spiele für ihn aber keineswegs die Hauptrolle. Emotional, verbunden mit „dem nötigen Maß an Ruhe“ gehe er in diese Partie und dabei „einem klaren Fokus auf unseren Gegner Ferndorf“. „Unser Ziel ist klar“ und man verfüge über alle Möglichkeiten, diesen Aufstieg perfekt zu machen. Einen Rücktritt vom Rücktritt als Profi-Sportler gebe es ganz gewiss nicht, so Marko Bagaric auf Nachfrage. Er habe in seiner Laufbahn viel erlebt, „jetzt sollen die jüngeren Leute ran und für ihre Ziele arbeiten“, lächelt der 2017 aus Katar an den Wiehen gewechselte dienstälteste Lübbecker Spieler.

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