7. Heimspiel – 7. Heimsieg: 33:27 gegen Neuhausen

Ein sehr unterhaltsames Handballspiel boten die Teams des TuS N-Lübbecke und des TV Neuhausen am Samstagabend in der Lübbecker Merkur Arena. Viele Tore, trotz offensiv deckender Abwehrreihen waren zu sehen und am Ende ein auch in der Höhe verdienter 33:27-Sieg für den TuS. Nettelstedt-Lübbecke fährt damit im 7. Heimspiel den 7. Heimsieg ein. Damit bleiben die Nettelstedter (23:5 Punkte) in der Tabelle der SG BBM Bietigheim (25:3 Punkte) einigermaßen dicht auf den Fersen.

 

Ungewöhnlich von links nach rechts (von der Haupttribüne aus gesehen) startete der TuS N-Lübbecke mit eigenem Anwurf in die Partie. Den TuS-Innenblock bildeten an diesem Abend zu Beginn Nils Torbrügge und Ante Kaleb. Auf den Außenbahnen begannen Tim Remer und Ramon Tauabo. Nils Torbrügge spielte wie gewohnt am Kreis und Peter Tatai begann im Tor. Im Rückraum zunächst auf der Platte Ante Kaleb, Pontus Zetterman und Lukasz Gierak.

Der TVN ging vom 0:1 bis zum 2:3 zunächst stets in Führung, konnte sich aber nicht absetzen. So blieb es in der Anfangsphase bei einem Tor Vorsprung, bis Tim Remer mit seinem bis dahin schon 3. Treffer durch einen verwandelten Tempogegenstoß in der 7. Minute das 4:3 und so die erste Lübbecker Führung markierte. Die 6:0-Abwehr des TuS war meist sehr offensiv ausgerichtet, gelegentlich sogar sah man eine 5:1-Abwehr mit einem vorgezogenen Nils Torbrügge. Beim 5:5 (10. Minute) durch Andreas Bornemann gelang Neuhausen der letzte Ausgleich in der Partie. Von nun an hatten die Nettelstedter das Heft recht gut in der Hand und setzten sich beim 9:6 erstmals durch einen im gegnerischen Tor versenkten Tempogegenstoß von Nils Torbrügge auf drei Tore ab. Kurz vor der Halbzeitpause nach einem erneuten Remer-Tor zum 15:11 (28.) nahm Neuhausens Trainer Alexandar Stevic eine Auszeit. Ein Tor von Ramon Tauabo und zwei Treffer Andreas Bornemanns brachten den 16:13-Halbzeitstand.

In der zweiten Halbzeit legte der TuS gut los, Lukasz Gierak, der ein gutes Spiel zeigte, gelangen glich zu Beginn zwei Treffer zum 17:14 (31.) und 18:14 (32.). Kenji Hövels stellte den Vier-Tore-Abstand durch einen Treffer vom Kreis wieder her (19:15, 33.). Zwei Minuten auf die Bank musste nun Piotr Grabarczyk, die der TuS aber unbeschadet überstand. Und auch Nettelstedts bester Torschütze in dieser Saison fand nun immer besser in die Partie hinein und unterstrich durch seine Treffer zum 23:18 (41.) und 24:18 (42.) seine Treffsicherheit. Auf Pontus Zetterman ist einfach Verlass! Neuhausens Trainer Aleksandar Stevic legte eine weitere Auszeitkarte auf den Zeitnehmertisch und unterbrach so den Angriffsfluss der TuS-Mannschaft. Aber nur kurz, denn auch die Einwechselung eines 7. Feldspielers beim TVN bei eigenem Positionsangriff brachte Lübbecke nicht aus dem Konzept, vielmehr versenkte Ramon Tauabo problemlos einen Tempogegenstoß im leeren Neuhauser Gehäuse zum 26:19 (45.). Der TuS spielte im Angriff weiter ziemlich überzeugend und auch souverän. Pontus Zetterman traf weiter vom Siebenmeterpunkt gewohnt sicher und Nikola Blazicko war ebenso ein toller Rückhalt für seine Abwehrreihe wie Peter Tatai zuvor. Der Torwartwechsel geschah in der 49. Minute. Jó Gerrit Genz, Jens Bechtloff und René Gruszka kamen hinein und lösten ihre Aufgaben ebenso sicher und überzeugend wie Jan Schröder, der zum ersten Mal heute mit auf der Bank saß und sich in der 58. Minute beim 33:26-Treffer dank Nachwurf nach verworfenem Siebenmeter auch erstmals als Bundesligatorschütze feiern lassen durfte. Den Schlusspunkt zum 33:27 setzte Neuhausens treffsicherer Andreas Bornemann in der Schlussminute.

 

Stimmen zum Spiel:

Alexandar Stevic (TV Neuhausen): „Guten Abend und Glückwunsch an Aaron zum verdienten Sieg. Es ist schön, wenn Ihr sagt, auch wir hätten dazu beigetragen, dass die Zuschauer hier sich gut unterhalten haben. Mit einigen Spielsituationen und -phasen bin ich jedoch nicht zufrieden. Wir sind heute Abend nicht als Favorit angetreten, dennoch hätte ich mir gewünscht, wir hätten unseren Gegner noch mehr unter Stress gesetzt. 33 Gegentore sind einfach zu viel. Wir hatten heute eine schlechte 1:1-Qualität und haben auch nur ein Gegenstoßtor erzielt, damit können wir hier nicht gewinnen. Im Angriff haben wir uns überwiegend an das Konzept gehalten, aber nur ein gutes Angriffsspiel reicht nicht aus, um bei einem Spitzenteam bestehen zu können. Wir müssen uns jetzt auf unsere kommenden Aufgaben konzentrieren, dass wir in der Tabelle nicht weiter unten hereinrutschen.”


Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke):
„Wir haben heute wirklich ein unterhaltsames Spiel gesehen. Es war toll, dass die Zuschauer auch Spaß am Spiel gefunden und uns zum Ende auch mit stehenden Ovationen gefeiert haben. In der Abwehr sind wir heute nicht so zum Zug gekommen, Kompliment an Neuhausen, dass sie uns in einigen Situationen so ausgehebelt haben. Es war unser Ziel, nicht in die Gegenstöße vom TVN zu laufen, das haben wir uns im Video zuvor angesehen, so konnten wir genau dies vermeiden. Ein paar Unzulänglichkeiten haben uns geschadet, und in einigen Situationen waren wir in der ersten Hälfte zu passiv, sonst hätten wir zur Halbzeit schon deutlicher geführt. Wir wussten um die Zweikampfstärke von Neuhausen und haben bei Kontakt den Ball meist gut weiter durchgespielt. Der Sieg mit 6 Toren ist verdient. Dennoch müssen wir uns auf jeden Gegner immer gut vorbereiten. In der zweiten Liga gibt es keine `Laufkundschaft´.”

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Tatai; Genz, Kaleb (1), Bechtloff, Grabarczyk, Gierak (6), Tauabo (5), Gruszka, Torbrügge (4), Schröder (1), Zetterman (8/4), Hövels (1), Remer (7).

TV 1893 Neuhausen: Rebmann, Becker; Stüber (3), Sokicic, Wahl (1), Reusch, D. (3), Schoch (8), Klingler (2), Michalik, Witte (1/1), Reusch, J. (1), Bornemann (8).

Siebenmeter: 3/4 – 1/4 Schröder scheitert an Becker; Michalik 2 x über das Tor, Witte scheitert an Blszicko

Zeitstrafen: Grabarczyk (21. + 35.) – Bormemann (8.), Wahl (24.), Stüber (32.)

Disqualifikation: Grabarczyk (46.)

Schiedsrichter: König / Siebert

Zuschauer:

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