40 Minuten reichen leider nicht – TuS verliert 24:26 gegen Hannover

Der TuS N-Lübbecke hat das Halbfinale im DHB-Pokal-Erstrundenturnier gegen die TSV Hannover-Burgdorf mit 24:26 (13:8) verloren. Nach hervorragenden 40 Minuten, in der die Nettelstedter in der Abwehr mit einem sehr gut haltenden Peter Tatai im Tor den Grundstein legten, überrollte Hannover die Ziercke-Schützlinge in den letzten 20 Minuten. Damit zieht Hannover in das Finale ein und spielt am Sonntagnachmittag, 15 Uhr, gegen den Leichlinger TV um den Achtelfinaleinzug. Für den TuS N-Lübbecke ist das Abenteuer DHB-Pokal leider schon beendet. Bester TuS-Torschütze an diesem Abend war Pontus Zetterman mit 8 Treffern.

 

Im ersten Pflichtspiel der Saison 2017/18 schickt Trainer Aaron Ziercke folgende erste Sieben auf die Platte der Volksbank Arena Hildesheim: Peter Tatai startete im Tor, Rechtsaußen begann René Gruszka, Links Jens Bechtloff. Im Rückraum agieren Pontus Zetterman, Kenji Hövels und Marko Bagaric sowie am Kreis Nils Torbrügge. In den Innenblock der 6:0-Abwehr wechselte zunächst Lukasz Gierak für Kenji Hövels.

Hannovers Rechtsaußen Timo Kastening eröffnete das Torewerfen, nachdem Marko Bagaric an Malte Semisch scheiterte. Pontus Zetterman glich im nächsten Angriff direkt zum 1:1-Unentschieden aus. Zwei Treffer zum Ausgleich von Nils Torbrügge ließen ein 3:3 nach fünf Minuten auf der Anzeigentafel leuchten. In der 8. Minute wurde TuS-Torhüter Peter Tatai richtig warm. Er parierte einen Siebenmeter von Lars Lehnhoff und half mit, dass es Hannover nicht gelang sich abzusetzen. Die TuS-Abwehr stand sicher, war flink auf den Beinen und nahm Hannovers bullige Kreisläufer Pevnov und Brozovic hervorragend aus dem Spiel. Die Rückraumschützen um Nationalspieler Kai Häfner, Sven-Sören Chrisophersen sowie Fabian Böhm hatten sichtlich Mühe ihre Würfe im TuS-Tor zu versenken. In der 11. Minute verwandelte Pontus Zetterman einen Siebenmeter zum 5:4 – die erste Führung an diesem Abend für die Jungs in Rot. Jens Bechtloff kassierte eine Zweiminutenzeitstrafe und Tim Remer kam vorübergehend ins Match. In Unterzahl setzte Pontus Zetterman nach, erzielte das 6:4 und Dank dem roten Abwehrbollwerk kassierte der TuS keinen Treffer in Unterzahl. Hannover gelang derweil wenig und auch die Auszeit in der 18. Minute fruchtete nicht. Ganz anders bei unserer Mannschaft, der TuS-Tore-Express setzte sich mit einem Doppelpack von Lukasz Gierak auf 10:5 (22.) ab. Durch 2 Olsen-Treffer kamen die Recken wieder auf 7:10 (26.) heran und auch Aaron Ziercke nahm nun seine Auszeit. Bis zur Halbzeit legte der TuS gewohnt sicher nach und ging mit einer 13:8-Führung in die Pause.

In den ersten Minuten merkte man den Nettelstedtern die Halbzeitpause kaum an, aber auch die TSV Hannover-Burgdorf mobilisierte für die letzten 30 Minuten noch einmal alle Kräfte. Nach dem 10:17 von Kenji Hövels und der Zweiminutenstrafe gegen Nils Torbrügge verlor der TuS N-Lübbecke in der Abwehr die heute gezeigte Souveränität und Sicherheit. Hannover verkürzte durch Tempogegenstöße auf 14:17 (41.). Aaron Ziercke nahm erneut die Auszeit, doch das einst gute und ansehnliche Zusammenspiel im Angriff ließ die Ziercke-Sieben vermissen. Auch in der Abwehr hielt man nicht mehr so gut dagegen. Ganz anders die Recken, bei denen nun die 6:0-Defensive Beton anrührete und Martin Ziemer im Tor den TuS-Angriff in seine Schranken verwies. Beim 19:19 (48.) durch Hannovers Kastening war Der TSV wieder dran und Morten Olsen brachte die Recken beim 20:19 erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung. Unsere Mannschaft kämpfte, biss sich rein, aber gegen die TSV-Abwehr hatten die Lübbecker zu häufig das Nachsehen. Es blieb zwar spannend bis zum Schluss, aber leider gelang René Gruszka in der 56. Minute beim 22:23 nur noch der Anschlusstreffer und die Nettelstedter mussten in eine 24:26-Niederlage einwilligen.

 

Statistik:

TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm; Genz, Kaleb, Bechtloff, Gierak (2),Bagaric, Gruszka (2/1), Torbrügge (6), Schade, Zetterman (8/2), Hövels (2), Remer (4).

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch; Johannsen , Patrail (1), Pevnov (1), Lehnhoff (4), Häfner (1), Böhm, Karason (1/1), Olsen (7), Brozovic (1), Kalafut, Feise, Christophersen, Kastening (9), Büchner.

Siebenmeter: 1/3 – 3/3 Lehnhoff an Tatai (8.), Olsen an Tatai (12.)

Zeitstrafen: 2 – 4 Brozovic (17.), Böhm (35.) – Bechtloff (12.), Gruszka (34.), Torbrügge (38.), Zetterman (55.)

Schiedsrichter: Schulze /Tönnies

Zuschauer: 545

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