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Geschichte geschrieben

Geschichte geschrieben

„Final Four wir kommen“. Der TuS N-Lübbecke hat am 6. Februar ein weiteres Kapitel Vereinsgeschichte geschrieben. Mit dem 26:22 (11:12) Auswärtssieg beim Bergischen HC ziehen die „Rot-Schwarzen“ als erste Mannschaft in das prestigeträchtige „Final Four Event“ am 10. und 11. April in Hamburg ein. „Super, dass wir das geschafft haben. Die Mannschaft hat super gekämpft und am Ende sind wir verdient ins Final Four eingezogen“, freute sich Cheftrainer Patrik Liljestrand über den tollen Erfolg. „Ich denke, die Jungs dürfen heute das ein oder andere Bier mehr trinken“, sagte Liljestrand mit einem Augenzwinkern. „Das ist ein richtig geiler Moment. Wir sind überglücklich und wollen diesen Augenblick einfach nur genießen“, freute sich der sehr starke Alexis Alvanos.

Beide Mannschaften versuchten in der Solinger Klingenhalle mit völlig unterschiedlichen Deckungssystemen zum Erfolg zu kommen. Während der TuS N-Lübbecke auf seine gewohnte 6:0 Abwehr vertraute, agierte der Bergische HC zunächst mit einer sehr offensiven 3:3 Deckungsvariante. Mit diesem System hatten die „Rot-Schwarzen“ in den ersten Minuten erhebliche Probleme, so dass Cheftrainer Patrik Liljestrand bereits in der 13. Spielminute sein „Team-Timeout“ beim Stande von 5:2 für den Zweitligisten nehmen musste. Der TuS N-Lübbecke fand im gebundenen Angriffsspiel nicht das richtige Mittel, um die Abwehr der Hausherren zu knacken und ließ zudem einige freie Wurfchancen ungenutzt. Nach dem 7:2 Rückstand fanden die „Rot-Schwarzen“ aber etwas besser zu ihrem Spielrhythmus und verkürzten bis zur 16. Minute auf 7:4.

Nach dem 9:5 (18.) durch Jiri Vitek, setzte der TuS N-Lübbecke endlich zu einem ersten Zwischenspurt an. Gestützt auf die Paraden des eingewechselten Milos Putera gelang den Rothemden bis zur 23. Minute der 9:9 Ausgleich. Putera hatte auch in der Folgezeit starke Szenen, doch die TuS-Angreifer konnten kein weiteres Kapital daraus schlagen, da sie ihrerseits zu häufig an Mario Huhnstock scheiterten. Nach den ersten dreißig Spielminuten lag der Bergsche HC daher nicht unverdient mit 12:11 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel tat sich der TuS N-Lübbecke zunächst weiter schwer und lief weiterhin einem 1-2 Tore Rückstand hinterher. Nach dem 14:12 gelang den Ostwestfalen aber durch zwei Treffer von Artur Siodmiak der erhoffte 14:14 Ausgleich (37.). Und der TuS legte jetzt nach – Siodmiak fing ein Anspiel der Gastgeber ab und Alexis Alvanos vollendete den Gegenstoß zur ersten TuS-Führung. Michal Jurecki hatte im Anschluss die Chance weiter zu erhöhen, doch er scheiterte im Gegenstoß an Huhnstock und der BHC glich durch Reinarz wieder aus.

Mitte der zweiten Halbzeit hatte der TuS N-Lübbecke seine stärkste Phase. Gestütz auf Putera, Siodmiak und dem immer stärker werdenden Alvanos schafften es die Rot-Schwarzen sich auf 16:20 abzusetzen und zwangen die Hausherren ihre Auszeit zu nehmen. Die Deckung des TuS N-Lübbecke machte es den Hausherren zunehmend schwerer zu leichten Treffern zu gelangen

Nach dem 16:22 durch Tluczynski zehn Minuten vor Schluss, wähnte sich der TuS N-Lübbecke schon auf der Siegerstraße. Die Hausherren mobilisierten aber noch einmal die letzten Kräfte und verkürzten auf 21:24 (57.). Der fünfte Treffer von Artur Siodmiak und eine weitere Parade von Milos Putera machten den historischen Sieg aber endgültig perfekt.

„Jetzt wird einfach nur noch gefeiert“, sprach Arne Niemeyer stellvertretend für alle Lübbecker Spieler und Fans.

Statistik:

Bergischer HC – TuS N-Lübbecke 22:26 (12:11)

Bergischer HC: Stochl, Huhnstock (1.-46.min); Fuchs (1), Hoße, Vitek (6/2), Hinze (2), Klev (4), Quade (1), Kleven Moen (2), Giela (n.e.), Kluge, Henkel, Aschenbroich, Reinarz (6/3)

TuS N-Lübbecke: Blazicko (1.-18.min), Putera (1); Felixson (1), Siodmiak (5), Hansen, Jurecki (2), Tluczynski (4/3), Tesch, Rui (2), Niemeyer (3), Alvanos (7), Remer (1)

Siebenmeter: 5/5- 3/3

Strafminuten: 8:8 Klev (28., 33.), Kluge (40.), Reinarz (60.) – Alvanos (23.), Jurecki (26.), Siodmiak (30.), Felixson (32.)

Disqualifikation: Jurecki (60.)

Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg)

Zuschauer: 2450

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